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profi 04/1994

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Vollernter für Hackschnitzel

Abfallholz steht uns reichlich zur Verfügung. Darum betreiben wir seit 10 Jahren eine Hackschnitzelheizung. Vor drei Jahren übernahmen wir zusätzlich Landschaftspflegearbeiten. Um den Baum- und Strauchschnitt zu entsorgen, kauften wir einen Kurzhacker mit Zwangseinzug. In einer engen Rückegasse oder am Straßenrand behinderten wir uns mit zwei Schleppern (für Häcksler und Anhänger) immer gegenseitig oder beeinträchtigten den Verkehr. Deshalb entschärfte ich das Raumproblem durch die Kombination des Häckslers mit einem Kippbunker. Ein alter Ladewagen dient als Grundrahmen. Der aufgebaute Bunker mit Kippzylinder stammt von einem ausgedienten Kartoffelvollernter. Die Vorgelegewelle samt Lagerung mußte ich neu kaufen, ebenso die Reifen. Die Materialkosten für Alt- und Neuteile betrugen etwa 800 DM. Den Bunker habe ich vorn auf den Rahmen geschraubt und das Ladevolumen durch aufgeschweißte Bleche auf 2,5 m3 erhöht. Die maximale Überladehöhe auf einen Anhänger oder LKW beträgt 1,8 m. Wenn ich nur kleine Mengen Hackschnitzel habe, kippe ich sie auch direkt in den Vorratsbehälter der Heizung. Der Gelenkwellen-Durchtrieb verlegte ich unter dem Bunker nach hinten zum Häcksler. Weiterhin schweißte ich Halterungen für die Beleuchtungsanlage und die Kotflügel an den Rahmen. Die Kotflügel ließ ich von einem Schlosser fertigen. Der Holzhäcksler wird mit dem Frontlader in einen passenden Rahmen gesetzt, den ich auf das Fahrgestell geschweißt habe. Durch den Paßrahmen erübrigt sich eine gesonderte Befestigung des Häckslers. Wenn der Bunker nicht benötigt wird, kann ich den Häcksler ohne Umrüstung wie vorher im Schlepperheck betreiben. Noch ein Tip für „Nachbauer“: um die Beschickung des Häckslers zu erleichtern, werde ich die Fahrzeugachse demnächst so umbauen, daß ich diese hydraulisch verstellen kann. Dann kann ich den Hackschnitzel- Vollernter zur bequemeren Beschickung hinten absenken. Hans Sachseneder 84567 Erlbach

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