Agritechnica 2009: Stimmung besser als erwartet

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Von Flaute in der Landtechnik-Branche keine Spur: Diesen Eindruck mussten die Besucher der Agritechnica 2009 haben, die letzte Woche in Hannover stattfand. Über 350.000 Besucher zählte die DLG - unterm Strich drei Prozent mehr als bei der letzten Agritechnica vor zwei Jahren.

77.000 Besucher kamen aus dem Ausland nach Hannover. Nach einer neutralen Besucherumfrage reisten die meisten ausländischen Besucher aus den Niederlanden, Schweiz, Österreich, Großbritannien, Dänemark, Irland, Frankreich und Italien an. Mit rund 13.000 Investoren aus Mittel- und Osteuropa konnte der Besuch aus diesen Ländern annähernd konstant gehalten werden, so die DLG. Die meisten Besucher aus dieser Region kamen aus Polen, Tschechien, Russland und aus der Ukraine. Bemerkenswert ist auch der abermalige Besucherzuwachs auf 3.600 Fachleute aus Nordamerika.

Der Umfrage zu Folge waren 55 Prozent der Agritechnica-Besucher landwirtschaftliche Unternehmer. Nahezu 30.000 Besucher kamen aus dem Landmaschinenhandel und -vertrieb sowie über 26.000 aus dem Maschinenbau und aus der Zulieferindustrie. Darüber hinaus besuchten rund 23.000 Lohnunternehmer aus dem In- und Ausland die Agritechnica. Die Zahl der Aussteller legte um sieben Prozent auf 2.300 Unternehmen zu. Der Auslandsanteil stieg gegenüber der Agritechnica 2007 von 43 auf 47 Prozent.

Die Landmaschinenhersteller und –händler dürfte freuen, dass 70 Prozent der Landwirte in den nächsten zwei Jahren in Landmaschinen investieren wollen, 23 Prozent sind noch in der Planungsphase. Nur sieben Prozent wollen nicht investieren Somit geht auch die deutsche Landtechnikindustrie von einer Belebung des Geschäfts nach der diesjährigen Agritechnica aus. Die Stimmung war bei Ausstellern und Besuchern gleichermaßen besser als erwartet, stellte der VDMA Landtechnik nach dem Ende der Agritechnica 2009 fest. Rund 40 Prozent der deutschen Landtechnikproduzenten erwarten in den kommenden Monaten auf ihrem Heimatmarkt einen guten Geschäftsverlauf.

Für die übrigen westeuropäischen Märkte sind die Aussichten etwas verhaltener, aber nach wie vor befriedigend. Etwa 60 Prozent der Traktoren- und Erntemaschinenhersteller rechnen mit zufriedenstellenden Aussichten auf den traditionellen europäischen Märkten. Erstaunlich viele Unternehmen in der Bestelltechnik sehen die deutschen und zentraleuropäischen Märkte positiv, während Osteuropa noch immer schwierigen Umfeldbedingungen unterworfen ist. Für die osteuropäischen Märkte ist eine Aufwärtsbewegung von niedrigem Niveau aber bereits sichtbar.

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