Bei Lemken ziehen die Geschäfte wieder an

Foto: Archiv

„Nach zwei Jahren der Konsolidierung sehen wir wieder Licht am Umsatzhimmel“, schreibt Lemken in seiner jüngsten Pressemiteilung. Das abgelaufene Geschäftsjahr ist mit 5,4 % zwar noch einmal rückläufig, der Rückgang allerdings angesichts eines schwierigen Umfelds aber moderat. Seit dem herausragenden Rekordjahr 2008 ist das Geschäftsvolumen von 257 Mio. auf nun 203 Mio. Euro zurückgegangen. Für 2011 erwartet der niederrheinische Landtechnikspezialist für Bodenbearbeitung, Aussaat und Pflanzenschutz wieder einen Anstieg. Allerdings wird mit nur einem kleinen Plus vorsichtig geplant, da noch nicht alle wirtschaftlichen Unsicherheiten absehbar sind. Die Stammbelegschaft wurde gegenüber 2009 leicht erhöht, zum Jahresende waren 878 Mitarbeiter bei Lemken beschäftigt..

Vor allem deutsche Landwirte haben 2010 ihre Investitionen in neue Landmaschinen zurückgehalten. Dagegen wird in Osteuropa, und hier vor allem in Russland, die Finanzierungskrise nach zwei sehr schwachen Jahren zunehmend überwunden. Deutlich besser als geplant entwickelte sich der Absatz in Großbritannien, während in anderen wichtigen Auslandsmärkten Westeuropas wie Frankreich oder Dänemark niedrige Getreidepreise zu Rückgängen führten. Der Exportanteil stieg insgesamt um 2 Prozentpunkte auf jetzt 65,3 %.

Die Pflanzenschutzspritzen haben sich erfolgreich am Markt etabliert, nicht zuletzt deshalb hat Lemken 2 Mio. Euro in eine neue Produktionsstätte in Föhren nahe dem bisherigen Standort in Hetzerath bei Trier investiert. Bereits Anfang 2011 werden dort die ersten Anbauspritzen produziert. Der Hauptstandort in Alpen profitiert bereits von den Rekordinvestitionen von über 25 Mio. Euro, vor allem in die neue KTL-Lackieranlage. Und im Ausland zählt die neue Pflugfabrik im indischen Nagpur zu den wichtigen Projekten, die mit einer Kapazität von zunächst 1.000 vornehmlich kleineren Pflügen Ende 2011 fertig gestellt sein soll. Bereits im kommenden Jahr will man auch in China nahe Peking mit der Montage von Geräten für den lokalen Bedarf starten, wo man bislang mit einer Fertigungskooperation erste Erfahrungen sammeln konnte.

Insgesamt ist das nun 230 Jahre alte Traditionsunternehmen Lemken optimistisch: „Wir sehen uns mit unserem Schwerpunkt auf die professionellen Anwender gut gerüstet, um die langfristig wachsende Nachfrage nach innovativen und zuverlässigen Maschinen für die Bodenbearbeitung, Aussaat und den Pflanzenschutz erfolgreich zu nutzen.“

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