Rabe bietet bald auch Düngerstreuer an

Foto: Archiv

Im September 2011 übernahm das französische Unternehmen Gregoire Besson das Anlagevermögen und einen großen Teil der Mitarbeiter des deutschen Herstellers Rabe. Auf der Agritechnica stellte der Geschäftsführer Patrick Besson die zukünftige Marschrichtung der Firmen vor. So sollen die Produktlinien und der Vertrieb beider Marken nebeneinander bestehen bleiben. Deshalb werden auch die Entwicklungsabteilungen weiterhin unabhängig bleiben.

Denkbar sind nach Aussagen Bessons gleiche Plattformen für zukünftige Entwicklungen, wobei die Maschinen von Rabe und Gregoire Besson unterschiedlich sein werden. Die Rabe-Maschinen sind in Zukunft zweifarbig: die Rahmen blau und die Werkzeuge schwarz. Das Firmenlogo enthält zusätzlich zum Raben das Relief einer Scheibeneggen-Scheibe.

Zunächst unverändert im Programm bleiben die Saatbettkombinationen von Rabe. Die Pflüge erhalten neue Drehzylinder mit einer elektromagnetischen Steuerung, die auch die Seitenneigung einstellen kann. Dies ist eine Entwicklung von Gregoire Besson.

Ändern werden sich auch die meisten Produktlinien beider Firmen. Bei Drillmaschinen hat Rabe die Zusammenarbeit mit Pöttinger beendet und bietet nun nur noch eigene Entwicklungen an. Ganz neu im Rabe-Programm für Deutschland sind Düngerstreuer, die die französische Firma Sulky produziert. In Frankreich und anderen Ländern arbeiten Sulky und Gregoire Besson schon lange zusammen.

Nicht mehr produziert werden die bisherigen Scheibeneggen von Rabe. Diese liefert Gregoire Besson zukünftig zu. Im Gegenzug wird es bei Gregoire Besson erstmals Kreiseleggen geben, die Rabe für sein Mutterunternehmen produziert. Dies ist gleichzeitig die erste zapfwellengetriebene Maschine des französischen Herstellers. Gregoire Besson stellte bisher nur gezogene Bodenbearbeitungsgeräte her.

Zusammen beschäftigen Gregoire Besson und Rabe gut 500 Mitarbeiter, davon etwa 140 im Rabe-Werk in Bad Essen. In Frankreich hat Gegoire Besson sechs Werke. Im Vorjahr erreichte das Unternehmen einen Umsatz von rund 60 Millionen Euro. Es ist mit Händlern und Importeuren in 65 Ländern rund um den Globus vertreten.

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