Ladungssicherung

Ein Stück mehr Sicherheit

Stückgut können Sie mit Spanngurten durch Niederzurren, Diagonalzurren oder Schlingenzurren sichern. Diese Technik ist in der profi-Ausgabe 03/2009 im Schwerpunkt Ladungssicherung erklärt. Bei profi online finden Sie hier einen Rechner, der Ihnen ausrechnet wie viele Gurte und welche Rückhaltekräfte Sie für verschiedene Ladungen benötigen.

Warum muss ich das überhaupt machen?

Als Fahrer und Halter des Fahrzeugs sind Sie dazu verpflichtet den Transport ordnungsgemäß zu sichern. Die Ladung sollte beim Transport weder kippen, noch verrutschen oder herabfallen. Dafür stehen einige Ladungssicherungsmittel zur Verfügung. Es sollten immer zwei der Hilfsmittel angewendet werden. Hilfsmittel zum Verzurren der Ladung können dabei Spanngurte, Spannketten oder Seile sein. Ebenso erfüllen Antirutschmatten eine wichtige Aufgabe bei der Ladungssicherung. Im Wesentlichen spielt dabei das Gewicht und die Form der Ladung eine Rolle.

Wie rutschtig ist die Ladung?

Entscheidener Faktor ist der "Gleit-Reibbeiwert". Je höher dieser Wert, desto schlechter kommt die Ladung ins Rutschen!

Trockener Ladungsuntergrund Gleit-Reibbeiwert
Strohballen auf Bretterboden 0,4 - 0,5
Strohballen auf Siebdruckboden ca. 0,35
Plastikpalette auf Holzboden ca. 0,3
Stahlrahmen auf Holzladefläche ca. 0,4
Holzbalken auf Holzladefläche ca. 0,5
Beton auf Holz 0,3 - 0,6
Metall auf Metall 0,1 - 0,2
Ladung auf Antirutschmatte 0,6

Untergrund der Ladung angeben


Daten für Niederzurren eintragen

Niederzurren ist die ungünstigste Art der Ladungssicherung. Diagonal- und Schlingenzurren nutzen die Spanngurte besser aus.

Transport immer mit Ladungssicherung!

Die Sicherung der Ladung während des Transportes gegen alle auftretenden physikalischen Bewegungskräfte wird mit zunehmender Fahrzeuggröße immer wichtiger. Außerdem zeigt ein immer höheres Verkehrsaufkommen die hohen Anforderungen der sicheren Verladung von Gütern und Maschinen. Sie muss daher auch im landwirtschaftlichen Bereich jederzeit gewährleistet werden.

Das abrupte Ausweichen von Hindernissen, Gefahrenbremsen, unebenen Straßen und starke Kurven muss die Sicherung Stand halten. machen den Bedarf der Ladungssicherung deutlich. Ebenso trägt das richtige Ladungssicherungssystem zur Vermeidung von Lärmbelästigung bei.

Das geeignete Ladungssicherungssystem

Es gibt mehrere Möglichkeiten seine Ladung zu befestigen. In dem profi Rechner für Ladungssicherung gibt es drei Möglichkeiten, die Sie auswählen können:

Diagonalzurren

Beim Diagonalzurren verlaufen die Gurte oder Ketten schräg zur Fahrtrichtung und gleichzeitig auch schräg zur Längsachse des Transportfahrzeugs. Diagonalzurren gehört zur formschlüssigen Ladungssicherung. Es muss eine Befestigung für das Zurrmittel an dem Transportmittel und an der Ladung vorhanden sein. Die Gurte oder Ketten werden nur zwischen Ladung und Ladefläche handfest gespannt. Der Horizontalwinkel soll zwischen 10 und 50 Grad liegen.

Niederzurren

Das Niederzurren ist die häufigste Art der Sicherung. Es ist das kraftschlüssige Pressen des Transportgutes auf die Ladefläche durch die Zurrmittel. Diese werden direkt über die Ladung gespannt und auf beiden Seiten der Ladung an der Ladefläche eingehängt.

Schlingenzurren

Dabei wird das Zurrmittel als Schlinge vor, hinter oder seitlich um die Ladung gelegt und in den Zurrpunkten zum Beispiel an dem Tieflader befestigt.

In dem nachfolgenden profi Video können Sie sich zum Thema Ladungssicherung noch weiter informieren: