Agco investiert am Standort Feucht

Agco investiert am Standort Feucht über 10 Millionen Euro unter anderem in eine neue Werkhalle. Dort sollen zukünftig alle Mähwerke produziert werden.

Foto: Werkbild

Ende 2016 liefen die ersten Maschinen für die Marken Fendt und Massey Ferguson im europäischen Agco-Kompetenzzentrum für Futtererntetechnik in Feucht vom Band. Seitdem hat sich der Markenmix stark verändert: Der Anteil von Fella liegt 2018 bei 40 Prozent, 60 Prozent der Produktion verteilen sich auf Fendt und Massey Ferguson. Insgesamt ist die Anzahl der produzierten Maschinen deutlich gestiegen, und es werden verstärkt größere Maschinen nachgefragt, so Agco.
 
Die Kapazität des Standortes Feucht erreicht damit ihre Grenzen. Diese Entwicklung wird durch die Full‑Line‑Strategie von Agco und die Integration des Pressen- und Ladewagen-Geschäftes von Lely noch unterstützt. Deshalb will Agco jetzt in den Standort investieren und beginnt mit den Bauarbeiten zur Werkserweiterung.
 
Der Umfang der Investitionen liegt bei 10,5 Millionen Euro. Der Kern ist eine neue Montagehalle mit 4.000 Quadratmetern, in der zukünftig das gesamte Mähwerksprogramm gefertigt werden soll. Die Optimierung des Materialflusses ist ein weiterer Schwerpunkt, um den steigenden Kapazitätsansprüchen gerecht zu werden.

Der Standort Feucht feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Mit Ende des Ersten Weltkrieges stieg die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Geräten in Deutschland stark an. Diesen Moment nutzten Münchner Industrielle, um in Feucht bei Nürnberg am 9. Februar 1918 die „Bayerische Eggenfabrik AG“ zu gründen. Der Markenname Fella tauchte das erste Mal 1921 im Logo der Bayrischen Eggenfabrik auf. In den folgenden Jahren wurden auch Pflüge, Mähwerke, Heuwender, Bindemäher und sogar selbstfahrende Mähdrescher produziert. Ab 1980 spezialisierte man sich auf die Futtererntetechnik, und im Frühjahr 2011 wurde Fella zu 100 Prozent von Agco übernommen.

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