Michelin setzt verstärkt auf erneuerbare Materialien und Recycling

Michelin hat seine "Strategie 2048" bekannt gegeben: Bis zum Jahr 2048 will man die Reifen zu 80 Prozent aus nachhaltigen Materialien fertigen.

Foto: Werkbild

Michelin will bis zum Jahr 2048 seine Reifen zu 80 Prozent aus nachhaltigen Materialien fertigen. Außerdem sollen zu diesem Zeitpunkt sämtliche Reifen aus eigener Produktion komplett recycelt werden. Hierzu will das Unternehmen verstärkt in entsprechende Technologien investieren. Der Anteil nachhaltiger Materialien beträgt aktuell 28 Prozent, wovon mit 26 Prozent der überwiegende Teil aus nachwachsenden Rohstoffen stammt (z. B. Naturkautschuk, Sonnenblumenöl und das in einer Vielzahl pflanzlicher Öle enthaltene Limonen). Weitere 2 Prozent stellen bereits recycelte Stoffe wie Stahl und Gummipulver aus Altreifen.

Um die angestrebten Ziele zu erreichen, wird Michelin zusammen mit Partnern Forschungsprogramme zur Gewinnung von Rohstoffen auf biologischer Basis auflegen. Ein Beispiel hierfür ist die Produktion von synthetischem Kautschuk aus Biomasse wie etwa Holz, Stroh oder Rüben – ein Projekt, das 2012 zusammen mit Axens und IFP Energies Nouvelles startete.

Schon heute entwickelt Michelin Lösungen zum Einsatz von Rezyklaten und erneuerbaren Materialien in seinen Reifen. Hiervon zeugt die jüngste Übernahme von Lehigh, dem Marktführer für Hightech-Mikropulver (Micronized Rubber Powder = MRP), das aus wiederverwerteten Altreifen gewonnen wird.

Im Jahr 2018 fallen nach Schätzung des World Business Council for Sustainable Development weltweit rund 1 Milliarde Altreifen mit einem Gewicht von 25 Millionen Tonnen an. Pro Jahr werden 70 Prozent der Altreifen zurückgenommen und 50 Prozent für verschiedenste Verwendungen recycelt. 20 Prozent werden zur Energiegewinnung verbrannt.

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