Agravis: Technikgeschäft im Aufwind, Gespräche mit Lohnunternehmern

Die Agravis Raiffesen AG hatte unter dem trockenen Jahr 2018 zu leiden, aber trotzdem zufrriedenstellende Ergebnisse eingefahren.

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Die Agravis-Raiffeisen AG hat heute ihre Bilanz für das Jahr 2018 vorgestellt. Der trockene Sommer vergangenes Jahr hat die Genossen nach eigenen Schätzungen 40 Millionen Euro im Ergebnis vor Steuern gekostet. Konkret liegt das Vorsteuerergebnis bei 30,4 Millionen Euro. Dem liegt ein Umsatz von 6,6 Milliarden Euro zugrunde (Vorjahr: 6,4 Milliarden Euro).

Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff ordnet diese Zahlen als "stabile Weiterentwicklung" ein.  Das operative Ergebnis des Jahres 2018 ist mit 81 Millionen Euro beziffert und liegt damit 7 Millionen Euro über dem Vorjahr. Daraus resultiert eine Umsatzrendite von 0,46 Prozent, die nach wie vor hinter dem ausgegebem Langzeitziel von 1 Prozent liegt. Geringfügig um 18 Millionen Euro erhöht hat sich das Eigenkapital der Agravis-Raiffeisen AG. Die Eigenkapitalquote liegt bei 29Prozent.

Die Investitionen im letzten Jahr betrugen 48,3 Millionen Euro - das war etwas weniger als in den Vorjahren. Für das laufende Jahr 2019 rechnet man mit etwa 60 Millionen Euro. Die Anzahl der Mitarbeiter ist um 157 Personen auf jetzt 6.528 Beschäftigte gesunken, insbesondere ist das auf die Veräußerung der Autohäuser zurückzuführen.

Das Geschäftsfeld "Technik" hat dem Umsatz um 6 Prozent auf 946 Millionen Euro steigern können. Positiv beigetragen haben dazu das Landtechnik-Geschäft mit den Übernahmen privater Händler sowie der Ausbau des eigenen Geschäfts in Nordostdeutschland. Immer größer wird in diesem Geschäftsfeld der Anteil, der auf Service und Werkstatt entfällt.

Nach wie vor weiterverfolgt wird das "Farm-Management"-Angebot: Hier bietet die Agravis Raiffeisen AG in einem Pilotprojekt im Landkeis Steinfurt Landwirten ein Komplettpaket aus Beratung, Service und Umsetzung an. Im Projekt befinden sich gut 500 ha Ackerland und 100 ha Grünland. Zu dem Paket gehören neben der Beratung und der Dokumentation zumindest teilweise auch landtechnische Dienstleistungen. Das hatte vor allem die Lohnunternehmer in der Region aufhorchen lassen. Johannes Schulte-Althoff dazu: "Wir werden in Kürze Gespräche mit dem Lohnunternehmerverband führen, um Irritationen auszuräumen und um die Lohnunternehmer mit in unser Projekt einzubinden."

Zukünftig ausgebaut wird das Engagement im Bio-Segment: Es soll dazu eine eigene Gesellschaft gegründet werden, die an der Wertschöpfungskette orientierte Dienstleistungen für die Kunden und Anteilseigner der Agravis Raiffeisen AG erbringt. Spätestens im Sommer 2019 sollen Kozept vorliegen.

Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz stellte sich Dr. Dirk Köckler als neuer Vorstandsvorsitzender vor. Er tritt die Nachfolge von Andreas Rickmers an, der einvernehmlich aus dem Unternehmen ausschied. Köckler ist im genossenschaftlichen Verbund bekannt. Er war schon bei der RCG als Vorgänger-Firma der Agravis tätig, weitere Stationen waren die Raiffeisen Sauerland Hellweg Lippe GmbH und die Raiffeisen Waren GmbH in Kassel.

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