Stammtisch des Fortschritts: Digitale Katastrophe Plus

Bernd Lohner kritisiert die Vielfalt der Kommunikation. Claus Fahrer, Dieter Maring und Albert Bauer sind in der Wahl der Dienste für eine klare Linie.

Lohner: Wegen der Digitalisierung habe ich zum ersten Mal einen Auftrag glatt vergessen. Die Vielzahl der Kommunikationskanäle lässt sich nicht mehr koordinieren.

Maring: Was meinst du damit?

Lohner: Ich telefoniere, faxe, kriege Sprachnachrichten und Mails. Der eine ruft über WhatsApp an, der andere per Telegram, und noch einer schickt mir Nachrichten über den Facebook-Messenger. Wie soll ich da den Überblick behalten?

Fahrer: Du hast noch unser Lohnunternehmersystem vergessen.

Bauer: Nun habe ich dein Problem verstanden. Außerdem gibt es Skype, Facebook und Twitter, von Instagram, Youtube, Tik Tok, Vimeo und weiteren unzähligen sozialen Plattformen ganz abgesehen.

Lohner: Ich behaupte von mir, ziemlich fortschrittlich zu sein, aber mein bester Kunde toppt alles. Er ist Architekt, betreibt ein Gestüt und eine Hobby-­Landwirtschaft. Wenn wir uns mal treffen, beantwortet er gleichzeitig Mails und Nachrichten, während wir uns entspannt unterhalten.

Fahrer: Und selbst für Leute wie mich hat er immer eine Minute zum Quatschen.

Maring: Wie geht denn das?

Lohner: Sein Lieblingswerkzeug ist die Diktierfunktion seines Smartphones. Ob es das Navi, Google, Mails oder WhatsApp ist, er tippt nichts mehr ein, sondern spricht nur mit seinem Apparat.

Maring: Mir ist jetzt nicht klar, weshalb es dich stört?

Lohner: Vorgestern fragte er gegen 16 Uhr über WhatsApp an, ob wir ihm am Abend 40 Rundballen einwickeln können. Allerdings hatte er keine Angaben zum Standort gemacht und wann bei ihm Abend ist. Also habe ich versucht zurückzurufen.

Bauer: Wenn er so viel mit seinem Smartphone macht, wird...

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