Stimmungslage im Agribusiness durchwachsen

Dank der guten Entwicklung hat das Agribusiness insgesamt einen Rekordwert von 232,8 Milliarden Euro im Jahr 2019 erreicht.

Das Agribusiness hat im Jahr 2019 laut einer Studie von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY und des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre der Georg-August-Universität Göttingen neue Rekordwerte eingefahren.

Damit macht dieser Sektor zwölf Prozent des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland aus. Bedeutende Teilbranchen sind die Lebens- und Futtermittelindustrie, die Getränkeherstellung, der Landtechniksektor sowie die Saatzucht und die Herstellung von Pflanzenschutz- und Düngemitteln samt Landhandel.

Dr. Marie Diekmann vom Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre des Agribusiness an der Georg-August-Universität Göttingen dazu: „Die Anforderungen an die unterschiedlichen Wertschöpfungsstufen des Agribusiness unterliegen einem kontinuierlichen Veränderungsprozess. Aktuell stehen nachhaltigere und transparentere Produktionsprozesse im Fokus (...). Hier gilt es, konkrete und langfristige Lösungen für die Branche zu entwickeln.“

Der Bereich "Landtechnik"

Nach einem Rekordhoch im Jahr 2018 kann dieses Niveau 2019 voraussichtlich nicht ganz erreicht werden. Schon im ersten Halbjahr 2019 ist die Zahl der Auftragseingänge deutlich zurückgegangen: weltweit um zehn Prozent und auf dem deutschen Markt sogar um 14 Prozent. Die Marktexperten vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) rechnen fürs Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang von etwa drei Prozent auf 8,4 Milliarden Euro. Das entspricht aber noch immer dem zweithöchsten Wert überhaupt. Der Rückgang der Auftragseingänge in Deutschland dürfte neben den Dürresommern der letzten beiden Jahre auch auf die gegenwärtige Stimmungslage vieler landwirtschaftlicher Unternehmen zurückzuführen sein. Trotz des leichten Umsatzrückgangs ist die Zahl der Beschäftigten 2019 im vierten Jahr in Folge gestiegen – auf geschätzt 39.890.

Die Studie basiert auf Daten des Statistischen Bundesamtes, des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer, des ifo Instituts – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. sowie eigenen Berechnungen.


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