DLG-Trendmonitor: Investitionsbereitschaft weitgehend stabil

Das schwierige gesamt-wirtschaftliche Umfeld geht auch an der Landwirtschaft nicht spurlos vorüber. Unsichere Märkte prägen derzeit die Landwirtschaft. "Zwar ist die eher euphorische Stimmung vom

Das schwierige gesamt-wirtschaftliche Umfeld geht auch an der Landwirtschaft nicht spurlos vorüber. Unsichere Märkte prägen derzeit die Landwirtschaft. Zwar ist die eher euphorische Stimmung vom Herbst 2007 und Frühjahr 2008 vorbei. Doch die Landwirte in Deutschland reagieren nüchtern und vorsichtig beobachtend auf die Wirtschafts- und Finanzkrise, weil sie sich an langfristigen Perspektiven orientieren und Landwirtschaft eine Branche mit langen Wirtschaftszyklen ist."

Dies ist das Ergebnis des aktuellen Trendmonitors der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) vom Frühjahr 2009 für Deutschland und weitere acht Länder West-, Mittel- und Osteuropas, der vom Chefökonom der DLG, Dr. Achim Schaffner, im Rahmen des DLG-Aussteller-Workshops in Osnabrück vorgestellt wurde.

Die befragten Landwirte schätzen die wirtschaftliche Situation des eigenen Betriebs als normal ein und damit besser als die gesamtwirtschaftliche Konjunkturlage. Dr. Schaffner zeigt sich davon überzeugt, dass die Landwirte wieder verstärkt investieren werden, wenn sich die Wirtschaftslage beruhigt habe, denn in Deutschland sind die Voraussetzungen für Investitionen wieder günstig, da das Geld derzeit sehr preiswert ist, erläuterte der Chefökonom der DLG die Daten für Deutschland und Europa. Wie die aktuelle Umfrage bei führenden Landwirten ergebe, ist die Investitionsbereitschaft in Deutschland bei einem Vergleich über die letzten Jahre weitgehend stabil mit nur geringen Schwankungen.

Entscheidend für das Investitionsverhalten der Landwirte in den kommenden Monaten werde die Entwicklung auf den Agrarmärkten ab Herbst 2009 sein. Investitionen in der Außenwirtschaft werden in Deutschland weiterhin der Schwerpunkt sein. So wollen die Betriebe neben Traktoren verstärkt in Dünge- und Pflanzenschutztechnik sowie Bodenbearbeitungsgeräte investieren, wie die Absichten nach den Planungen für die nächsten zwölf Monate zeigen. Investitionen in der Innenwirtschaft bilden einen weiteren Schwerpunkt und zwar in Milchviehställe und Lagergebäude. Die schwierige Lage der Milchviehbetriebe würde diese Vorhaben allerdings gegenwärtig erschweren.


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