Werkbank

Kommentar: Die Normen am Traktor-Hubwerk

Ein Kommentar von profi-Redakteur Tobias Bensing zur Ausgabe 07/24.

profi-Redakteur Tobias Bensing. (Bildquelle: Tovornik)

Schlepper und Anbaugerät sollen zueinander passen. Dafür gibt es Normen. Als ich neulich mal wieder ein Dreipunktgerät an meinen Schlepper angebaute, erfuhr ich das kleine Glück solcher Normen im Alltag: In einem Zug rückwärts vor die Kreiselegge, die Fanghaken der Unterlenker schnappten sich die Kugeln auf beiden ­Seiten, ohne zu verklemmen. Schon war der erste Teil des Anbau­manövers erledigt. Als dann auch noch der Oberlenker — ohne verstellt werden zu müssen — direkt in die Oberlenkerkugel fiel, konnte ich mir das zweite inner­liche Grinsen nicht verkneifen. Zum absoluten Anbauglück fehlte jetzt nur noch, dass der Zapfwellenstummel nicht verdreht werden musste. Doch soweit kam es nicht, denn die Gelenkwelle war zu kurz.

Außerhalb der Norm?

Lohnunternehmer und Maschinenverleiher dürften das Problem kennen. Bei manchen Anbaugeräten benötigt man zwei Gelenkwellenlängen für unterschiedliche Schleppermarken. Der Toleranzbereich der Norm bei Hubwerken der KAT. III und IIIN, in dem sich die meisten Schlepper bewegen, beträgt 10 cm. Das ist viel, zumal die Gelenkwellen einiger Anbaugeräte gerade einmal 50 cm lang sind. Unterlenker-Abwinkelung und Reifengröße, sowie Hubgeometrie spielen natürlich ebenfalls eine Rolle, weil die Norm den Abstand für parallel zum Boden ausgerichtete Unterlenker auslegt. Bis eine solche Norm jedoch geändert ist, werde ich mir eine zweite Gelenkwelle zulegen — dem kleinen Anbauglück sei Dank.
Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht? Lassen Sie mich es ­wissen, vielleicht sollten wir das Thema noch einmal intensiver ausrollen (redaktion@profi.de).

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