Einsatzbericht: Grundfos CMBE 3-30-I: Konstanter Wasserdruck Plus

Ein stark schwankender Wasserdruck fördert Planschverluste und mindert die Wasseraufnahme durch die Tiere. Die Installation einer Druckerhöhungspumpe im Stall schafft Abhilfe.

Gut zu wissen

- Mit einem konventionellen Druckkessel schwankt der Wasser­leitungsdruck ständig — teils um mehr als 1 bar.
- Frequenzgeregelte Druck­erhöhungspumpen sorgen im Stall für einen konstanten Leitungsdruck bei variabler Fördermenge.
- Die Kombination mit einem Druckkessel erspart den Kauf einer ­leistungsstärkeren und damit ­teuren Druckerhöhungspumpe.


Druckerhöhungspumpen sind keine neue Erfindung. Dennoch kommt die Technik in der Tierhaltung selten zum Einsatz. Standard sind stattdessen mechanische Druckminderer. Tatsächlich lassen sich damit Planschverluste reduzieren und die Akzeptanz von Tränkenippeln erhöhen. Doch mechanische Druckminderer reduzieren meist auch den Durchfluss. Das hat Folgen für die Versorgung der Tiere. Denn während im ersten Abteil die Tiere ausreichend Wasser erhalten, tropft es im hintersten förmlich nur noch aus der Leitung.

Gelingen kann eine sichere Wasserversorgung sowie eine Reduzierung von Planschverlusten mit einer Druckerhöhungspumpe. Mit einem integrierten Drucksensor erkennt und reagiert sie auf jegliche Veränderung in der Wasserleitung durch eine Anpassung der Pumpendrehzahl. Unabhängig von der Wasserentnahme bleibt so der Druck in der Wasserleitung konstant. Selbst bei einem nie­drig eingestellten Leitungsdruck kommt so auch hinten im Stall genügend Wasser an.

Wasser für 1 900 Tiere

Das Angebot an Druckerhöhungspumpen ist auf den ersten Blick gewaltig. Daraus die richtige Pumpe für den Betrieb auszuwählen, ist aber gar nicht so schwer. So unsere Erfahrung, nachdem wir mit Grundfos nach einer Lösung für ein in einem Praxisbetrieb konkret vorliegendes Problem suchten. Ausgangspunkt ist ein Ferkelaufzuchtstall mit 1 900 Plätzen. Gefüttert wird im Stall Breifutter am Längstrog (EnSta pig-mix, profi 4/2003) sowie Trockenfutter.

Das Problem der Breifutterautomaten: Mit vollem Druckkessel schießt bei 2,7 bar das Futter hinten aus dem Trog. Fällt hingegen der Kesseldruck unter 1,5 bar, schafft es das Wasser oft nicht, den Brei gen Sensor zu schieben — der Trog quillt so mit Futter über.

Stufenlose Motor- und Pumpendrehzahlregelung

Für konstante Druckverhältnisse in der Trinkwasserleitung empfiehlt Grundfos Pumpen der Typenbezeichnung „CME“. Das „E“ steht für eine elektronische Pumpensteuerung mit einem in die Motorsteuerung integriertem Frequenzumrichter. Dieser reguliert stufenlos die Motor- und folglich auch die Pumpenleistung — immer mit dem Ziel, dass der Druck in der...

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