Claas: Mit Fitness-Programm gegen die Absatzkrise

Die Claas-Gruppe, größter Landmaschinenhersteller in Europa, erzielte im Geschäftsjahr 2009 (bis 30. September) einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro. Das sind 10,4 Prozent weniger als im Rekordjahr

Die Claas-Gruppe, größter Landmaschinenhersteller in Europa, erzielte im Geschäftsjahr 2009 (bis 30. September) einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro. Das sind 10,4 Prozent weniger als im Rekordjahr 2008. Das Ergebnis vor Steuern betrug 112,3 Millionen Euro - ein Rückgang um 54,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Angesichts des schwierigen Umfelds in der Landtechnikbranche beurteilt Dr. Theo Freye, Sprecher der Claas-Geschäftsführung, das Geschäftsergebnis als respektabel. Bereits in den ersten Monaten und auch im späteren Lauf des Geschäftsjahrs 2009 hat sich Claas auf die zu erwartenden Absatzrückgänge eingestellt und begonnen, die Produktionskapazitäten anzupassen, u.a. durch Freistellung von Leiharbeitern sowie durch Kurzarbeit. Durch den Rückgang der Endverkäufe waren jedoch Umsatzeinbußen unvermeidlich. Claas verkaufte im vergangenen Geschäftsjahr 26 Prozent weniger Mähdrescher, 17 Prozent weniger SF-Häcksler und 7 Prozent weniger Traktoren. Vor allem aufgrund des stark rückläufigen Mähdrescherabsatzes, dem Kerngeschäft von Claas, war der Gewinn um über 50 Prozent niedriger ausgefallen als 2008.

Gleichwohl kann Claas eine solide Bilanz vorlegen. Die Liquidität ist zwar etwas niedriger als 2008, aber mit 677,2 Millionen Euro immer noch auf hohem Niveau, so dass Spielraum für strategische Entscheidungen bleibt. Die Eigenkapitalquote wurde auf 35,1 Prozent gesteigert. Der Bereich Forschung und Entwicklung erhöhte sich um 9,7 Prozent auf knapp 125 Millionen Euro. Die Personalkosten wurden trotz Neueinstellungen deutlich gesenkt.

Für das Jahr 2010 erwartet Claas entsprechend der VDMA-Einschätzung erneut einen Rückgang des Landmaschinenmarktes um 10 bis 15 Prozent. Um sich für die Zukunft besser aufzustellen, verordnet sich Claas das Programm „Fitness 2010“: Hierbei geht es vor allem darum, die Strukturen des Konzern für die Zukunft anzupassen. Das Programm soll bereits im laufenden Geschäftsjahr Kosten in Höhe von 100 Millionen Euro einsparen helfen, u.a. durch geringere Kosten im Einkauf, besseres Qualitätsmanagement und Umstrukturierungen im Overhead-Bereich.


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