Agravis: Nur ein kleines Minus in der Technik-Sparte

Die Agravis Raiffeisen AG, Münster, erzielte im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 4,96 Milliarden Euro gegenüber 5,81 Milliarden Euro im Ausnahmejahr 2008. Der Gewinn vor Steuern sank von 25,3

Die Agravis Raiffeisen AG, Münster, erzielte im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 4,96 Milliarden Euro gegenüber 5,81 Milliarden Euro im Ausnahmejahr 2008. Der Gewinn vor Steuern sank von 25,3 Millionen Euro im Jahr 2008 auf 23,3 Millionen in 2009. Dr. Clemens Große Frie, Vorsitzender des Vorstandes, fasste das Ergebnis des Geschäftsjahres knapp zusammen: „Gut behauptet trotz Krise“.

Große Frie hob hervor, dass der Umsatzrückgang ausschließlich preisbedingt war. So lag zum Beispiel der Durchschnittspreis für DAP-Dünger 2007 bei rund 400 Euro/Tonne, 2008 bei 913 Euro und 2009 bei rund 325 Euro. Bei Getreide lag der Durchschnittspreis bei rund 180 Euro/Tonne, 2008 im Durchschnitt des Jahres bei über 220 Euro und 2009 bei rund 150 Euro/Tonne.

Die Folge waren Umsatzrückgänge im Bereich Pflanzen (Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Saatgut, Getreide, Ölsaaten usw.) um 19 % auf 1,9 Milliarden Euro. In der Sparte Tiere (Mischfutter und Futtermittel-Spezialprodukte) sank der Umsatz um 12 % auf knapp 1 Milliarde Euro. Auch die Sparte Energie (Heizöl, Kraftstoffe, Photovoltaikmodule usw.) ging um 17 % auf 1,18 Milliarden Euro zurück. Der Bereich Bauservice sank um 5 % (128 Millionen Euro. Nur die Märkte legten um 3 % auf 124 Millionen Euro zu.

Wacker geschlagen hat sich Agravis in der Techniksparte, die gegenüber 2008 nur einen Umsatzrückgang von 3 % auf 557 Millionen Euro zu verzeichnen hatte. Zwar waren die Verkäufe von Neu- und Gebrauchtmaschinen übers Jahr gesehen rückläufig. Am Anfang des Jahres wurde jedoch noch ein Auftragsüberhang aus dem Jahr 2008 abgebaut, von dem die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2009 profitieren konnte. Zum Ende des Jahres hatte die Agritechnica das Landmaschinengeschäft wieder belebt. Für 2010 geht die Agravis von einem Rückgang in der Landtechnik-Sparte in Höhe von 10 Prozent aus.


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