Demo gegen Agrarpolitik in Telgte

Starkes Bild: Die Sternfahrt von tausenden Landwirten mit ihren Schleppern nach Telgte machte den Unmut über die Agrarpolitik deutlich.

Am vergangenen Samstag trafen sich tausende Landwirte mit etwa 1.000 Schleppern in Telgte (NRW) zu einer Demonstration gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung. Anlass war der Besuch der Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die zu dem Neujahrsempfang der Stadt von Bürgermeister Wolfgang Pieper eingeladen wurde. Nach ihrem Vortrag im Bürgerhaus stellte sie sich vielen Fragen von Landwirten, die sich auf dem Vorplatz des Bürgerhauses versammelt hatten.

Die Landwirte suchten den Dialog mit der Bundesumweltministerin Svenja Schulze - und fanden ihn. Aktuelle Themen wie die Nitratwerte im Grundwasser und die Messstellen, Insektenschutz und Umweltschutz wurden im Gespräch mit Frau Schulze von den Landwirten angesprochen. Wenige Antworten der Ministerin stellten die Landwirte zufrieden, allerdings blieben die Angereisten ruhig und bedankten sich für die Bereitschaft des Dialogs. Zum Ende überreichten die Landwirte der Ministerin ein Thesenpapier, das in Zusammenarbeit des Bündnisses "Land schafft Verbindung" entstand. Dort waren nochmal die Anliegen der Landwirte aufgezählt.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hielt im Bürgerhaus in Telgte anlässlich des Neujahrsempfang der Stadt einen Vortrag. (Bildquelle: Sohst)

Nach dem Empfang stellt sie sich etwa 30 Minuten den Fragen der angereisten Landwirte. (Bildquelle: Sohst)

Abschließend wurde ein Thesenpapier von "Land schafft Verbindung" an Frau Schulze übergeben. (Bildquelle: Sohst)

Neben den Bürgern und weiteren Landwirten war auch die Presse zahlreich vertreten. (Bildquelle: Sohst)

1.000 Schlepper im Münsterland unterwegs

Einige Schlepper machten schon Samstagmittag auf die Demonstration am Nachmittag aufmerksam. (Bildquelle: Sohst)

Aus allen Himmelsrichtungen fuhren die Landwirte in Konvois mit ihren Schleppern nach Telgte. (Bildquelle: Sohst)

Ob groß, ob klein, ob Schlepper, Lkw oder Unimog: Gefühlt wurde alles Fahrbare mobilisiert. (Bildquelle: Sohst)

Die Landwirte machten mit ihren Schleppern auf ihren Unmut bezpglich der Agrarpolitik aufmerksam. (Bildquelle: Sohst)

Stellenweise hatten die Landwirte Plakate an ihren Maschinen angebracht. (Bildquelle: Sohst)

Die Polizei leitete die Konvois durch das Münsterland. (Bildquelle: Sohst)

Viele Schaulustige standen an der Strecke und staunten nicht schlecht über die etwa 1000 Schlepper. (Bildquelle: Sohst)

Auf wenig Unverständnis stießen die Landwirte, auch dank der Transparente von Land schafft Verbindung. (Bildquelle: Sohst)

Landwirte aus dem gesamten Münsterland und darüberhinaus machten sich auf den Weg nach Telgte: Unter anderem aus Glandorf, Heek, Buldern, Nottuln, Dülmen, Telgte, Ostbevern, Ladbergen, Ahlen und aus dem Osnabrücker Raum kamen etwa 2.000 Landwirte, um ihren Unmut über die Landwirtschaftspolitk deutlich zu machen. Sie versammelten sich auf der B64 außerhalb von Telgte. Die Polizei sorgte für die Verkehrsicherheit und einen reibungslosen Ablauf. Auch die freiwillige Feuerwehr Telgte war in Bereitschaft. Gegen 19:30 Uhr reisten die ersten Landwirte mit ihren Schleppern wieder ab.

Leider gab es auf dem Rückweg der Demonstration einen schweren Unfall auf der B64 zwischen Telgte und Warendorf. Ein Schlepper war nach ersten Erkenntnissen aus dem Konvoi in einen Wirtschaftsweg abgebogen und übersah die herannahende Eurobahn. Bei dem Zusammenstoß verletzten sich nach Polizeiangaben die beiden Insassen des Schleppers und die Zugführerin erlitt einen Schock. Alle drei wurden in naheliegende Krankenhäuser verbracht.

Ein Trecker wurde seitlich von der Eurobahn erfasst und landete auf einem angrenzenden Feld. (Bildquelle: Max Lametz)


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