Der Junge mit dem Renault

Aufregend zu ging es auf den Gütern in Ostpreußen. Dorthinein wurde Peter Feiffer vor 80 Jahren geboren. In ein Leben mit eiserner Pflichterfüllung, aber auch unerhörten Privilegien. So durfte er schon mit acht Jahren Vaters Renault mit sechs Zylinder fahren, was den Vater fast das Leben gekostet hätte. Eine Schule hat Peter Feiffer dort nie besucht. Die Hauslehrerin gab ihm täglich drei Stunden Unterricht, so geschickt, dass es eher wie ein spannendes Spiel war. Alles ließ man ihn selbst machen - ohne ihn dabei aus den wachsamen Augen zu lassen. Denn man brauchte ihn ja als Nachfolger und wollte ihn für das Gut aufbauen. Bei allen Freiheiten waren deshalb die Pflichterfüllung und Vorbildwirkung oberstes Gebot. Es mutet schon schizophren an, dass er mit zehn Jahren seine Schnürsenkel nicht selbst binden konnte, weil dies ein Diener erledigte, aber andererseits in alle geschäftlichen Dinge früh einbezogen wurde. Von dieser prägenden Kindheit erzählt Peter Feiffer in vielen kleinen und spannenden Geschichten. Das Leben und Arbeiten auf dem Gut mit Land-. Vieh- und Waldwirtschaft, mit Schnapsbrennerei und KIesabbau wird nebenbei mit erläutert. Mit der Flucht nahm diese Kindheit ein jähes Ende - Schnürsenkel binden kann er bis heute noch nicht richtig. Das Buch von Peter Feiffer ist im Dr. Ziethen Verlag, Oschersleben, erschienen und kostet 24,90 Euro plus Versandkosten (ISBN: 978-3-86289-055-2) In dem Buch "Der Junge mit dem Renault" erzählt der "Mähdrescherpapst" Peter Feiffer aus seiner Kindheit.