Schneckenroboter in der Entwicklung

Stechender Roboterarm ersetzt Schneckenkorn

Schnecken sind eine zunehmende Plage — vor allem im Rapsanbau. Das prophylaktische Streuen von Schneckenkorn wird jedoch aus Umweltgründen nicht gern gesehen. Deshalb ist die Entwicklung eines autonomen Roboters spannend, der Schnecken mit einer Kamera findet und tötet.

Eine Kamera mit Bildverarbeitung und maschinelles Lernen sind die technischen Voraussetzungen, um ein kleines Fahrzeug mit einer Apparatur zum Schneckentöten selbstständig im Feld arbeiten zu lassen. Die zugegebenermaßen etwas verrückte Idee konnten zwei junge Wissenschaftler im Rahmen des Projekts „MSRBot“ umsetzen.

Das dreijährige Projekt startete im November 2016. Zu den Projektpartnern gehört neben der Universität Kassel mit dem Fachgebiet Agrartechnik und dem Institut für Anwendungstechnik im Pflanzenschutz des Julius Kühn-Institut (JKI) aus Braunschweig auch die Firma KommTek aus 74706 Osterburken, Hersteller von funkgesteuerten Raupenfahrzeugen für die Landschafts- und Grünflächenpflege. KommTeks Aufgabe war es, ein leichtes, ackertaugliches Trägerfahrzeug zu entwickeln, das präzise lenken und Zielpunkte genau anfahren kann. Daher ist der Schneckenroboter mit Gummiketten und zwei Elektromotoren mit 300 Watt für den Antrieb ausgestattet. Das Fahrzeug wiegt rund 120 kg. Der Maschinenbauingenieur Christian Höing (Uni Kassel) ist für die Entwicklung der Schneckenerkennung und die Robotersteuerung zuständig. Und Jobst Gödeke, Landwirt und Agrarwissenschaftler, befasste sich am JKI mit Methoden zur Schneckentötung. Nach inzwischen drei Jahren Entwicklungsarbeit gibt es einige vielversprechende Ergebnisse. Aber serienreif wird das Gerät so schnell nicht sein.

Denn die jetzige Kameratechnik erkennt zwar Ackerschnecken und unterscheidet zwischen Nacktschnecken und Gehäuseschnecken. Doch Videoaufnahmen während der...

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