Kubota M5091PC mit Halbraupe

Mit der Raupe in den Weinberg? Plus

Künftig hat Kubota auch in Europa kleine Raupenfahrwerke im Programm. Grund genug für uns, zusammen mit der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau (LVWO) in Weinsberg einmal Rad und Raupe am Berg zu vergleichen.

Die Befahrbarkeit ist im Weinberg sicherlich einer der wichtigsten Garanten für einen wirtschaftlichen Erfolg. Und je steiler die Lage, umso kritischer wird das Ganze.

Hier kann man mit einem (Halb-)Raupenfahrwerk bis zu einem bestimmten Punkt sicherlich viel erreichen. Dank der großen Aufstandsfläche kann zum Beispiel die (Zug-)Kraft besser auf den Boden übertragen werden, ohne den Bodendruck weiter erhöhen zu müssen.
Gleichzeitig haben Raupentraktoren natürlich so ihre Tücken. In der Regel ist der Anschaffungspreis höher und der Fahrkomfort sowie die Lenkbarkeit am Vorgewende sind oft schlechter. Hinzu kommt, dass Leistungsbedarf, Wartungsaufwand und Verschleiß bei einer Raupe höher sind.Zu all diesen Faktoren haben wir die Studierenden der LVWO Weinsberg unter der Leitung von Martin Strauß gebeten, einen Rad- und einen Raupenschlepper im praktischen Einsatz miteinander zu vergleichen (siehe Kasten: „So sieht die Praxis die Raupe“).

Aber kommen wir erst mal zur Technik: Kubota hat von dem M5001 Narrow drei Modelle im Programm. Der M5071N hat 73 PS, der M5091 hat 93 PS, und der M5101 leistet 105 PS. Unter der Haube sitzt bei allen dreien der Kubota-eigene Vierzylinder V3800-CR-TIE4, der dank Partikelfilter die Abgasstufe IIIB erfüllt und seinen Diesel aus zwei zusammen 76 l großen Dieseltanks saugt.

GUT ZU WISSEN
- Kubota bietet den M5091 für nur 10 000 Euro Aufpreis ab Werk mit eigenen Halbraupen an.
- Die Raupen verbessern Standfestigkeit, Steigfähigkeit und Zugkraft bei weniger Bodendruck.
- Rollwiderstand und Fahrkomfort (auf der Straße) sind schlechter.


Schade nur, dass die Motoren mit 2 600 U/min Nenndrehzahl nach wie vor vergleichsweise hochdrehen. Außerdem bietet Kubota nur den M5091 mit der Halbraupe an. Die 12 PS mehr vom M5101 würden dem System sicher gut tun, doch dazu kommen wir später noch mal…Das Getriebe des M5 bietet drei Gruppen und sechs Gänge. Somit stehen dank lastschaltbarer Wendeschaltung 18/18 Übersetzungen zur Verfügung. Auf die optionale Zweifach-Lastschaltung „DualSpeed“ müssen Käufer der Raupenversion allerdings verzichten, und die Endgeschwindigkeit ist bei diesen Traktoren auf maximal 30 km/h (statt 40 km/h) begrenzt.

Womit wir schon beim Fahrwerk des M5091 wären. Die Vorderachse hat denKubota-typischen Kegelradantrieb,...

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