Aus alt mach neu: Agrarfoliensammlung ERDE

Bis 2022 will die Initiative ERDE (Erntekunststoffe Recycling Deutschland) 65% aller in Deutschland auf den Markt gebrachten Silo- und Stretchfolien sammeln und dem Recycling zuführen. Die Ausweitung

Bis 2022 will die Initiative ERDE (Erntekunststoffe Recycling Deutschland) 65 Prozent aller in Deutschland auf den Markt gebrachten Silo- und Stretchfolien sammeln und dem Recycling zuführen. Die Ausweitung auf weitere Folien wird angestrebt und die Integration von Ballennetzen ist beschlossene Sache.

Im Zentrum der Aktivitäten der Initiative ERDE steht seit ihrer Gründung 2013, den Wertstoffkreislauf für Erntekunststoffe zu schließen und damit deren Eintrag in den Boden und die Umwelt zu minimieren. Aktuell sammelt ERDE bereits knapp 35 Prozent der gebrauchten Silo- und Stretchfolien und führt diese zu 100 Prozent der stofflichen Verwertung zu. 70 Prozent davon werden in Deutschland, der Rest im EU-Ausland zu neuen Rohstoffen recycelt, die sich z.B. für neue Agrar- und Baufolien, Bewässerungsschläuche und Müllbeutel eignen.

Mitte 2019 hat sich ERDE mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung das ambitionierte Ziel gesetzt, die Sammel- und Recyclingquote bis 2022 auf 65 Prozent zu steigern. Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen, der Deutsche Raiffeisenverband, der Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. sowie der Bundesverband Lohnunternehmen haben sich dieser Verpflichtung angeschlossen.

Ob dieses Ziel zu erreichen ist, hängt ganz erheblich von der Zahl der Unternehmen ab, die ihre Verantwortung für ihre Produkte und die Umwelt durch eine Mitgliedschaft bei ERDE aktiv leben. Diese Tür steht jedem Hersteller oder Erstvertreiber von Folien und Netzen offen, der in den deutschen Markt liefert. Aktuell nutzen bereits 15 Unternehmen diese Chance.

ERDE informiert auf der Agritechnica, die vom 10. bis 16. November 2019 in Hannover stattfindet, auf Stand C49 in Halle 27 – und damit erstmalig mit eigenem Stand – über die Organisation der Sammlung sowie die weiteren damit zusammenhängenden Aktivitäten und Erfolge.

Artikel geschrieben von

Gottfried Eikel

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