VDMA Landtechnik: Aufschwung deutlich über den Erwartungen

Die Produktion in den deutschen Landtechnikunternehmen läuft seit Monaten auf Hochtouren. Dabei ist die Nachfrage ungebrochen, wie die aktuellen Auftragseingänge zeigen. Der VDMA Landtechnik

Die Produktion in den deutschen Landtechnikunternehmen läuft seit Monaten auf Hochtouren. Dabei ist die Nachfrage ungebrochen, wie die aktuellen Auftragseingänge zeigen. Der VDMA Landtechnik berichtet, dass die Hersteller von Landmaschinen und Traktoren in Deutschland ihren Umsatz im Jahr 2011 um 27 Prozent auf 6,98 Milliarden Euro steigern konnten. Damit erreichte die Industrie nach dem konjunkturellen Abschwung 2009/2010 wieder ein sehr hohes Niveau, das nur im Jahr 2008 noch etwas höher ausfiel. „Die Geschwindigkeit, mit der die Bestellungen bei den Landtechnikherstellern wieder in die Höhe schnellten, hat uns überrascht. Mit einem so deutlichen Aufschwung hatten wir vor einem Jahr noch nicht gerechnet“, betont Dr. Bernd Scherer, Geschäftsführer des VDMA Landtechnik.

Traktoren repräsentieren mit 3,41 Milliarden Euro derzeit 49 Prozent des gesamten Produktionsvolumens am Standort Deutschland. Mit 60.600 Traktoren liefen 19 Prozent mehr vom Band als im Vorjahr. Jeder vierte Traktor ist mit mehr als 150 PS (111 kW) ausgestattet. Von niedrigerem Niveau kommend, gab es im vergangenen Jahr die größten Zuwächse in der Produktion von Erntemaschinen. Der Umsatz mit neuen Mähdreschern aus deutscher Produktion stieg wieder auf 961 Millionen Euro (im Vergleich zum Rekordwert 2008 von 1.091 Millionen Euro). Bei Grünfutter-Maschinen und Feldhäckslern wurden 2011 neue Rekordumsätze fakturiert. Auch für Bodenbearbeitungsgeräte sowie Sä-, Dünge- und Pflanzenschutztechnik gab es wieder spürbare Zuwächse – mit deutlich höherem Exportanteil.

Insgesamt wurden 72 Prozent der in Deutschland produzierten Landtechnik exportiert. Damit blieb die Exportquote aufgrund des ebenfalls stark wachsenden deutschen Marktes in den vergangenen Jahren relativ stabil. Nach Frankreich, dem wichtigsten Exportmarkt, wurden 40 Prozent mehr Maschinen geliefert.

Die deutschen Hersteller stellten im vergangenen Jahr jeden sechsten Euro ihrer Exporte einem französischen Vertriebspartner in Rechnung. An zweiter Stelle steht wieder mit großem Abstand vor Großbritannien und den Vereinigten Staaten Russland als Käufer deutscher Landtechnik.

Von Deutschland geht ebenfalls ein starker konjunktureller Impuls aus. Mit knapp 36.000 Traktoren wurden so viele Verkäufe getätigt wie seit 28 Jahren nicht mehr. Das wertmäßige Marktvolumen hat mit vorläufig geschätzten 4,9 Milliarden Euro im vergangenen Jahr einen neuen Rekord erreicht. Die deutsche Landtechnikindustrie ist mit vollen Auftragsbüchern in das neue Jahr gestartet. Der Wert der neuen Aufträge lag von Oktober bis Dezember 2011 um 26 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Der Gesamtumsatz der deutschen Landtechnikindustrie stieg gegenüber dem Vorjahr um über 27 Prozent.

2011 verfehlte der Gesamtumsatz nur knapp die 7-Milliarden-Euro-Marke.


Artikel geschrieben von

Roman Hünefeld

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