Ferngesteuert in den Stall

Das ganze Jahr über fahre ich mehrmals täglich mit dem Silokamm in den Rindviehstall. Besonders im Winter gab es ständig Probleme durch Zugluft, wenn das Tor beim Füttern offenstand. Aber wir wollten auch nicht für jede Fuhre vom Hofschlepper ab- und aufsteigen. Deshalb baute ich ein neues Stalltor mit einem funkgesteuerten Zahnstangenantrieb, wie ihn „reiche Leute“ sonst für die Autogarage nutzen. Der Handsender dafür befindet sich in der Kabine des Schleppers und hat eine Reichweite von 300 Metern. Der Antriebsmotor mit Zahnstange, der Funkgeber, der Empfänger und die Taster haben zusammen 700 DM gekostet. Um das Tor auch ohne Funk betätigen zu können, installierte ich jeweils einen Taster an der Außenund Innenseite des Stalls. Fällt der Strom aus, kann ich den Antrieb ausrasten, und das Tor läßt sich einfach von Hand schieben. Falls sich jemand im Schließbereich befindet, schaltet eine Lichtschranke den Antrieb aus. Außerdem ist die Kraft des Antriebs auf 100 N begrenzt. Die geringe Antriebskraft erforderte allerdings, daß das Tor gut isoliert ist, damit es im Winter nicht durch Kondenswasser festfriert. Das Tor läuft oben in einem geschlossenen, kugelgelagerten Laufschienensystem (Hutprofil). Dieses Hutprofil muß absolut waagerecht sein. Den Antriebsmotor montierte ich auf einen Betonsockel. In Höhe des Antriebszahnrads schraubte ich die Zahnstange an das Tor. Auch diese muß genau waagerecht angebracht sein. Deshalb legte ich für die mitgelieferten 10er Schrauben 20er Bohrungen im Tor an! So konnte ich die Zahnstange sehr genau ausnivellieren und dann mit großen Unterlegscheiben festziehen. Weil das Antriebszahnrad relativ schmal ist, darf das Tor nur wenige Millimeter pendeln. Nach einigem Grübeln fand ich auch dafür eine Lösung: Unten habe ich ein verzinktes, 20 mm hohes Flacheisen ebenfalls genau waagerecht auf den Boden geschraubt. Drei U-Rollen werden über eine federbelastete Lagerung auf diese Schiene gedrückt und stabilisieren das Tor. Damit die Schiene nicht die Seitentür blockiert, kann ich die letzten zwei Meter der Schiene hochklappen. Franz Maier 83567 Unterreit


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