Bestellkombination Kuhn Integra: Ganz die Alte! Plus

Die Integra ist mittlerweile in der dritten Generation auf dem Markt. Wir liefern Tipps, worauf Sie beim Gebrauchtkauf dieser Mittelklasse-Kombination achten sollten.

Gut zu wissen

- Der Grundaufbau der Integra ist seit 19 Jahren identisch.
- Vor allem beim letzten Generations-Update sind hilfreiche ­Änderungen zur Handhabung in die Baureihe eingeflossen.
- Je nach eingesetzter Schleppergröße gibt es unterschiedliche Kreiseleggen.
- Größere Probleme treten seit Generation 2 nicht mehr auf.

Bei der Überschrift könnte man meinen, die Integra ist seit ihrer Einführung unverändert. Das stimmt allerdings nicht ganz, auch wenn der grundlegende Aufbau gleichgeblieben ist: Als Combiliner sind die 3 oder 4 m breiten, mechanischen Aufbaudrillmaschinen immer mit einer Kreiselegge, einer Fräse oder einem Zinkenfeld gekoppelt.

Am weitesten verbreitet sind die HR- und HRB-Kreiseleggen, wobei die HRB-Modelle für Traktoren aus dem mittleren Leistungssegment ausgelegt sind. Bei 3-m-Kombis sind oft die HRB 302 oder 303 für maximal 140 bzw. 160 PS integriert. Beide arbeiten mit zehn Kreiseln und sind für 540, 750 oder 1 000 Zapfwellenumdrehungen ausgelegt. Durch den Tausch von Zahnrad­paaren lässt sich die Getriebeübersetzung nach­träglich anpassen. Der Zapfwellendurchtrieb am Getriebe ist Standard.

Ein Schnellwechselsystem für die Kreiselzinken gibt es nur an der HRB 303, bei der HRB 302 hingegen nicht. Wohl aber ab Werk bei den schwereren HR-Modellen, die als 3-m-Modell für 190 PS freigegeben sind.

Die Qual der Wahl haben Sie nicht nur bei den Zinkenarten und -längen, sondern auch bei den Nachläufern. Am gängigsten sind die Zahnpackerwalze mit 515 mm Durchmesser, die Maxipackerwalze mit 535 mm und die Steellinerwalze mit 500 oder 550 mm. Die Steelliner ist angelehnt an die selten anzutreffende Gummi-Keilringwalze mit 592 mm Durchmesser. Sie verdichtet die einzelnen Saatreihen mit Stahlkränzen vor— angepasst an die Reihenweite der Drillmaschine.

Blick auf die Kreiselegge

In erster Linie sollten Sie die Verschleißteile wie Zinken, Prallschiene oder Abstreifer an der Walze prüfen. Anschließend empfehlen wir, die Ein- und Ausgangswelle am Getriebe sowie die Kreiselrotoren einzeln mit einem Montierhebel auf Verschleiß zu prüfen. Sollten Sie am Kreisel eine Leckage feststellen, lässt sich das Gusslagergehäuse von unten ausbauen und mit überschaubarem Aufwand neu abdichten. Im Laufe der Jahre haben sich Details wie die Kassettenabdichtung der Rotorlagerungen geändert. Dennoch sollten Sie größere Defekte meist schnell sehen oder beim Probelauf hören.

Grundsätzlich ist die Kreiselegge bis auf Schmierpunkte an der Walze wartungsfrei. Ein Blick auf den Ölstand des Getriebes schadet aber trotzdem nicht — kalt sollte das Öl bis zur Unterkante der Kontrollschraube anstehen. Drei weitere Punkte:

  • Werfen Sie einen Blick auf das Lochraster zum Einstellen der Arbeitstiefe. Auch wenn uns keine ausgeschlagenen „Lang­löcher“ vor die Linse gekommen sind, schadet die Kontrolle nicht.
  • Ein Blick auf die Spindelverstellung der Prallschiene gibt Aufschluss zum Zustand: Sind die Spindeln leichtgängig zu bewegen und die Gewindegänge intakt?
  • Zu guter Letzt sollten Sie die federnd aufgehängten Randbleche prüfen. Bei einer HRB 303 kostet ein Blech — leider ohne separat verschraubtes Verschleißteil — z. B. rund 370 Euro im Austausch.

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