Mengele-Programm nach der Übernahme durch Lely unverändert

Vor einem Monat übernahm der niederländische Hersteller Lely die kompletten Anteile an der Mengele Agrartechnik AG, nachdem das Unternehmen bereits im Mai 2009 Anteile an dem Waldstettener

Vor einem Monat übernahm der niederländische Hersteller Lely die kompletten Anteile an der Mengele Agrartechnik AG, nachdem das Unternehmen bereits im Mai 2009 Anteile an dem Waldstettener Unternehmen erworben hatte. Letzte Woche stellten Lely und Mengele gegenüber Werksvertretern und der Presse klar, dass das Produktprogramm von Mengele auch nach der vollständigen Übernahme durch Lely rundum erhalten bleibt und weiterentwickelt wird.

Der Vertrieb der Mengele-Maschinen wird in das Lely-Vertriebsnetz integriert und die bisherigen Verkaufsgebiete in den einzelnen Bundesländern neu aufgeteilt. Eine wesentliche Änderung gegenüber der letztjährigen Vereinbarung betrifft den Ladewagen. Lely hatte den von Mengele produzierten Ladewagen in rotem Lack unter dem Namen Tigo in nicht deutschsprachigen Ländern verkauft, während Mengele den Wagen exklusiv in Deutschland, der Schweiz und Österreich angeboten hatte. Von jetzt an sind die Wagen in Deutschland sowohl in rot (Lely) als auch in blau (Mengele) erhältlich. Für das Mengele-Programm ist vorerst kein Farbwechsel geplant, erklärte der Geschäftsführer von Lely International Niels Havermans.

Dieses Jahr hat Mengele eine Reihe von Neuheiten ins Programm aufgenommen: Der Agrobull 4000 aus der mittleren Silierwagen-Baureihe kann auf Wunsch mit einem Scherengitteraufbau ausgestattet werden. Neu im Programm ist der Muldenkipper M 21000 TA mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 21 t. Den Kipper hatte Mengele bereits auf der letzten Agritechnica vorgestellt. Für die kommende Saison bietet Mengele den Kombiwagen Duobull und den Silierwagen Silobull mit einer Laderaumabdeckung an. Ab 2011 ist für diese Wagen auch eine Wiegeeinrichtung erhältlich. Ebenfalls neu im Programm ist der Dungstreuer ES 14000 TA mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 14 t und 13,5 m³ Fassungsvermögen.

Mit seinem Scheibenradhäcksler SH 40 als kostengünstige Alternative zum Selbstfahrhäcksler will sich Mengele bei Biogaserzeugern in Erinnerung bringen. Der Hochleistungshäcksler mit maximal zwölf Messern auf dem Scheibenrad ist als Anhänge- oder als Anbauversion lieferbar. Er kann mit einer Pickup zur Schwadaufnahme oder mit einem reihenunabhängigen Maisgebiss (Kemper) ausgerüstet werden.

Mengele erzielte 2009 einen Umsatz von ca. 11,5 Millionen Euro und strebt für dieses Jahr einen Umsatz von zwölf Millionen Euro an. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 65 Mitarbeiter.


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