Neuheiten-Show in Portugal: John Deere stellte neue Traktoren und Mähdrescher vor

In einem wahren Präsentationsmarathon stellte John Deere im Verlauf der vergangenen vier Wochen über 5.000 Vertriebspartnern, Schlüsselkunden und Beratern aus Europa, den GUS, Nordafrika sowie dem

In einem wahren Präsentationsmarathon stellte John Deere im Verlauf der vergangenen vier Wochen über 5.000 Vertriebspartnern, Schlüsselkunden und Beratern aus Europa, den GUS, Nordafrika sowie dem Nahen und Mittleren Osten neue Traktoren, Mähdrescher, Pressen, eine gezogene Spritze und sogar einen kleinen Mähroboter für den Rasenschnitt vor. Insgesamt umfasste das Neuheiten-Programm rund 100 verschiedene Produkte. Die Veranstaltung auf einer großen Hazienda unweit von Lissabon (Portugal) stand unter dem Motto „Setting Directions“ („Die Richtung vorgeben“) und vermittelte durchaus eindrucksvoll, was der größte Landtechnikhersteller der Welt seinen Händlern und Kunden demnächst anbieten kann.

Highlight im Schlepperbereich sind die neuen 7R-Traktoren mit fünf neuen Modellen mit bis zu 230 PS (169 kW) Nennleistung, die von PowerTech-PVX-Motoren mit 6,8 bzw. 9 l Hubraum erzeugt werden. Bei der Abgasreinigung zur Einhaltung der aktuellen Abgasstufe IIIB setzt John Deere auf die Kombination von Dieselpartikelfilter (DPF) und Dieseloxidationskatalysator (DOC) statt auf SCR-Technologie mit AdBlue-Zugabe.

Vier verschiedene Getriebevarianten stehen für die 7R-Serie zur Verfügung:

  • PowerQuad Plus-Getriebe mit über 20 Vorwärts- und 20 Rückwärtsgängen. Dank automatischer Ganganpassung wählt es beim Gruppenwechsel den besten Gang (SpeedMatch-Funktion). Der Kupplungsknopf soll dabei für einen noch weicheren und schnelleren Gruppenwechsel sorgen.
  • AutoQuad Plus Getriebe mit 20 Vorwärts- und 20 Rückwärtsgängen, Drehzahlbegrenzer und EcoShift-Funktion mit Kupplungsknopf.
  • Das neue CommandQuad-Getriebe mit Efficiency Manager bietet die Wahl zwischen dem automatischen Betrieb, in dem Gang- und Drehzahlwahl vollautomatisch und lastabhängig erfolgen, und den manuellen Betrieb, bei dem der Fahrer anhand der fünf Gruppen mit jeweils vier Gängen für jede Anwendung die gewünschte Fahrgeschwindigkeit selbst bestimmen kann.
  • Das noch weiter optimierte stufenlose Getriebe AutoPowr bietet nach eigenen Angaben eine hohe Kraftstoffeffizienz. Bei diesem Getriebe schaltet der Fahrer weich von 0 auf Höchstgeschwindigkeit, ohne kuppeln zu müssen. Zudem hält es die gewählte Geschwindigkeit konstant bei, indem es die Gänge automatisch an wechselnde Lastzustände anpasst.
Völlig neu ist auch die 6R-Serie mit Motornennleistungen von 170 bis 210 PS (125 bis 154 kW, die von PowerTech-PVX-Motoren mit 6,8 l Hubraum bereitgestellt werden. Für die Kraftübertragung stehen die Lastschaltgetriebe AutoQuad Plus, PowerQuadPlus und das Automatikgetriebe AutoPowr zur Auswahl.

Nach ihrer Vorstellung im vergangenen Jahr erhalten die neuen Großtraktorenmodelle der Baureihe 8R von 260 bis 360 PS (191 bis 265 kW), die die Abgasnormen der Stufe Euro IIIB erfüllen, eine Reihe von zusätzlichen Merkmalen, darunter der neue Frontkraftheber mit 5,2 t Hubkraft und die neue Frontzapfwelle mit einer Leistung von bis zu 175 PS. Die Baureihe 8R wird um drei Modelle mit Raupenlaufwerken erweitert, und zwar um die Modelle 8310RT, 8335RT und 8360RT.
 
Mäßstäbe setzt John Deere auch mit seinen neuen Rotor-Mähdreschern der S-Serie, die vier Modelle umfasst. Das stärkste Modell S690i erreicht jetzt 625 PS (max. Leistung nach ECE R120) und ist damit der leistungsstärkste Mähdrescher der Welt. Die S-Serie kann mit Korntanks ausgestattet werden, die je nach Ausstattung 10.600 oder 14.100 l fassen. Durch die hohe Abtankleistung ist der 14.100-l-Tank in nur 105 Sekunden geleert. Die Umstellung der Strohbehandlung (Häckseln oder Schwadablage) kann von der Kabine aus umgestellt werden. Völlig neu ist die größere Kabine, die einen sehr angenehmen Arbeitsplatz mit viel Stauraum bietet.

Neu im Programm sind die neuen Rundballenpressen der Serie 900 mit Ballendurchmessern von maximal 1,60 bzw. 1,85 m. Durch die neue Konstruktion der Ballenkammer entfällt die sonst übliche Heckklappe. Dadurch wiederum kann die Standzeit zum Auswerfen der Ballen erheblich verkürzt werden, so dass die Zahl der gepressten Ballen pro Stunde höher ist. Nach Angaben von John Deere sind durch den „Schnellauswurf“ 15 Ballen pro Stunde mehr möglich.

Die Familie der gezogenen Feldspritzen erhält Zuwachs durch das Modell R962 i mit einem 6.200 l großen Spritztank. Ein wesentliches Merkmal ist das verlängerte Chassis, wodurch der Schwerpunkt der Spritze recht tief liegt.Mitten im Rahmen befindet sich der so genannte „X-Frame“,  ein schmiedeeisernes, hochverwindungssteifes Stahlelement, das alle Bewegungen des Rahmens aufnimmt. Außerdem sorgt eine gleichmäßige Gewichtsverteilung für mehr Laufruhe bei der Ausbringung, beim Manövrieren und beim Straßentransport.


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