VDMA: Wachstum in der Milchviehhaltung verlangt Investitionen in Technik

„Wer den außergewöhnlichen Wachstumsschwung auf den internationalen Milchmärkten nachhaltig nutzen möchte, kommt an innovativen Technologien entlang der gesamten Prozesskette nicht vorbei“, resümierte Norbert Alt, stellvertretender Geschäftsführer und Melktechnikexperte des VDMA Landtechnik anlässlich des VDMA-Milchforums 2014. Die Veranstaltung fand Mitte Februar bei der Firma GEA Farm Technologies im nordrhein-westfälischen Bönen statt.

„Mit einer Milcherzeugungsleistung von 760 Milliarden Kilogramm weltweit bewegen wir uns schon heute auf einem überragenden Niveau, das sich allen Prognosen zufolge auch in den kommenden Jahren kontinuierlich weiterentwickeln wird“, meinte Dr. Reinhard Vogel-Lackenberg, Geschäftsführer des Deutschen Milchkontor, in seinem zukunftsorientierten Vortrag zu Trends im internationalen Molkereigeschäft. So erwarte man innerhalb der Europäischen Union bis 2021 eine signifikante Milchmengensteigerung von zehn bis fünfzehn Milliarden Kilogramm. 

Nach Ansicht von Dr. Vogel-Lackenberg ist das Wachstum nur mit einer „effizienten und nachhaltigen Produktionsstruktur“ möglich, wobei das Wohl der einzelnen Milchkuh in den Fokus rückt. Die rechnergestützte Tierbeobachtung, die mit Hilfe von Sensoren den Gesundheitszustand nicht nur erfasst, sondern auch gleichzeitig analysiert und Empfehlungen z.B. zur Besamung eines Tieres macht, hält er für wachsende Betriebe deshalb für unabdingbar. Ziel aller Bemühungen ist nach Vorstellung des Molkereichefs eine intelligent vernetzte Informations- und Kommunikationstechnologie entlang der gesamten Milchprozesskette - für ihn die Basis einer gläsernen Produktion, die von der Grünfutterwerbung bis zur Milchflasche im Kühlregal reicht.
 


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