Landtechnik in der DDR - eine Innenansicht

"Überholen ohne einzuholen", das war eine Lösung von Walter Ulbricht in der DDR, und dies wurde auch die Richtschnur des Handelns in der Forschung und Entwicklung der Landtechnik Ostdeutschlands. Gerhard Krupp war seit den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts beteiligt an der landtechnischen Entwicklung in der DDR und beschreibt in einem neuen Buch nicht nur die Anfänge im "WTZ für Landtechnik Schlieben", sondern auch die Fortschritte in der Landtechnik und in der Zusammenarbeit mit der Sowjetunion bis 1989 und darüber hinaus. In dem mehr als 400 Seiten starken Buch geht es um einige landtechnische Projekte, vor allem aber auch um den Einfluss der Politik auf Menschen und Maschinen, auf Entwicklungen und Entscheidungen. WIe groß dieser Einfluss in der DDR war, erfuhr der Autor am eigenen Leib: Er wurde erst benutzt und dann hinausgeworfen, und sein anfangs stark forcierter Forschungsansatz wurde erst verhunzt und dann aufgegeben. Gerhard Krupp illustriert seine Beschreibung von über dreißig Jahren Landtechnik in der DDR mit vielen Dokumenten der Zeit und bietet in seinem Buch eine lesenswerte und interessante "Innenansicht der erstaunlich törichten Leitungsmethoden der SED in der landtechnischen Forschung," mit dem Untertitel "Wie man mit Forschern und Forschung umgehen konnte". Das brochierte Buch kann beim Autor selbst per E-mail (gerhard.krupp@t-online.de) zum Preis von 19,90 Euro plus 5 Euro Versandkosten bestellt werden. Wenn sie keine E-Mail-Adresse haben, melden SIe sich bitte in der Redaktion profi, telefon: (02501/801-9000), wir leiten Ihre Bestellung weiter.