Vergleich von Haftpflichtversicherungen für 2020:

Sparen ist einfach

Überall sehen Sie derzeit Werbung der Versicherungsunternehmen; egal ob in der Tageszeitung oder im Fernsehen. Es ist wieder Zeit, Haftpflichtversicherungen zu vergleichen — nicht nur für Pkw, sondern auch für den landwirtschaftlichen Fuhrpark auf dem Hof.

Ab ungefähr Mitte Oktober eines jeden Jahres beginnt dasselbe Spiel: Die Versicherungsunternehmen überbieten sich in bunten und lauten Werbestrategien um die Gunst der Kunden: Alljährlich wird der „Haftpflicht­versicherungs-Kuchen“ neu verteilt. Jedes Fahrzeug, das sich im öffentlichen Straßenverkehr bewegt, braucht eine Haftpflicht. Für unseren Vergleich von Haftpflichtversicherungen haben wir auch in diesem Jahr standardisierte Bedingungen vorgegeben. Abgefragt haben wir die Preise für landwirtschaftliche Zugmaschinen, die mit einem grünen Kennzeichen zugelassen sind. Wir haben wieder die Schadenfreiheitsklasse 3 gewählt, in der Tarifgruppe der Landwirte. Die Deckungssumme haben wir mit 100 Millionen Euro für Sachschäden und 8 Millionen Euro für Personenschäden angesetzt.
Soll ein Schlepper also auch im Lohnbetrieb laufen (wenn auch nur selten oder im Verleih), geben Sie das mit an, sonst kann man Ihnen im Fall des Falles daraus schnell einen Strick drehen. Teilweise sind die Zuschläge für Lohnbetriebsarbeiten erheblich: Bis zu 40 % Aufschlag sind möglich.

Gut zu wissen
- Kündigen Sie nicht überstürzt, suchen Sie erst das Gespräch mit ihrem Versicherungspartner vor Ort.
- Deutlich preiswerter kann es unter dem Strich werden, wenn Sie auch Gebäude oder Flotten bei einem Versicherer unterbringen.
- Schlepper, die im Lohnbetrieb ­laufen, werden oft mit Tarif­zuschlägen beaufschlagt.

Wie schon in den vergangenen Jahren ergeben sich große Unterschiede innerhalb der einzelnen Tarife. In den weniger schadengeplagten Regionalklassen 1 und 2 gibt es innerhalb einer Leistungsklasse Abweichungen von mehr als 600 Euro. Noch schlimmer ist es aber in den hohen Leistungsklassen der Regionalklasse 5, hier liegen fast 1 500 Euro zwischen dem preiswertesten und dem teuersten Anbieter. Das ist natürlich ein extremes Beispiel. Aber grundsätzlich lassen sich — je nach Regionalklasse — durchschnittlich zwischen gut 300 und mehr als 800 Euro sparen.
Kündigen Sie aber nicht unüberlegt, sondern suchen Sie erst das Gespräch mit Ihrem Ansprechpartner bei der Versicherung oder Ihrem Versicherungsmakler. Nehmen Sie dabei gerne auch diesen Vergleich mit zur Hilfe. Erfahrungsgemäß sind bei persönlichen Gesprächen schon ganz schnell Rabatte drin, die vorher nicht möglich erschienen. Freiwillig bieten natürlich weder der Makler noch die Versicherung Rabatte an. Einige sehr attraktive Konditionen in der Tabelle werden von regionalen Versicherern angeboten, diese haben wir gekennzeichnet. Es kann sein, dass diese Anbieter tatsächlich nur sehr regional tätig sind.

1) Regionale Versicherer, Prämien für Kennzeichen außerhalb des Geschäftsgebiets können höher sein oder eine Versicherung ist nicht möglich. 2) Angegeben sind Tarife für Schlepper, die nicht im Lohnbetrieb laufen, Zuschläge für den Lohnbetrieb können zwischen 5 und 40 % liegen. Fragen Sie bei Lohnarbeiten auf jeden Fall nach. Teilweise besteht sogar eine Pflicht zur Anfrage. 3) Diese Bezirke wurden gegenüber den Vorjahren in eine günstigere Regionalklasse eingestuft. (Bildquelle: Redaktion profi)

Regionalklassen sortiert nach Bundesländern, Regierungsbezirken, Bezirksleitungen bzw. Stadtstaaten; Regionalklasse 1: Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Dresden, Leipzig, Chemnitz; Regionalklasse 2: Schleswig-Holstein, Hamburg, Lüneburg3), Braunschweig, Koblenz, Kassel, Gießen, Unterfranken, Oberfranken, Mittelfranken, Oberpfalz, Niederbayern; Regionalklasse 3: Weser-Ems, Hannover, Stuttgart, Tübingen3); Regionalklasse 4: Bremen, Münster, Detmold, Arnsberg, Trier, Rheinhessen-Pfalz, Saarland, Darmstadt, Karlsruhe, Freiburg, Oberbayern, Schwaben; Regionalklasse 5: Düsseldorf, Köln (Bildquelle: Redaktion profi)

Bei unserem Vergleich hat uns in diesem Jahr die Nafi-Unternehmensberatung GmbH & Co. KG unterstützt. Nafi bietet Versicherungsvergleiche für Kfz und auch für Flotten an. Sowohl die Versicherer selbst als auch Endkunden können diese Vergleich nutzen. Für die Versicherungen dient das Angebot von Nafi als Markt­übersicht. Endkunden können sich bei Nafi die günstigste Police raussuchen. Unter nafi-auto.de können Sie auch speziell für Autos, Motorräder Anhänger usw. vergleichen.


Die hier aufgeführten Beiträge haben den Stand von Ende Oktober, unmittelbar vor Redaktionsschluss. Einige bekannte Versicherungen fehlen (beispielsweise die Allianz), diese hatten bis Redaktionsschluss noch keine Daten an Nafi gegeben. Im Einzelfall kann es also sein, dass Ihnen bei Ihrem Berater vor Ort andere, abweichende Tarife genannt werden. Aus Platzgründen könnten wir im Heft nicht alle Tarife abbilden diese finden Sie jedoch in unserer Download-Mappe.

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Artikel geschrieben von

Christian Bruese

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