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profi damals: So bringen Sie Gülle wirtschaftlich aus

Bei der üblichen breitflächigen Gülleausbringung kommt es zur Emission von Ammoniak (NH3) und damit zum Verlust von Stickstoff. Wie Sie die Gülle auf dem Acker umweltgerecht ausbringen und den Stickstoff der Gülle besser ausnutzen, schildert Prof. Dr. E. Isensee von der Universität Kiel im folgenden Beitrag.

Leistungsfähige und emissionsarme Gülleausbringung mit dem Schleppschlauchverteiler: ein Beispiel für wirtschaftliche Gülledüngung. (Bildquelle: Isensee, Mattig)

Bodennah

Aus profi 7/1992
Mit zum Teil futuristischen Techniken zur Gülleausbringung befassten sich 1992 die Wissenschaftler der Universität Kiel. Heute sind diese Entwicklungen Stand der Technik.
Die Technik der Gülleausbringung hat in der Vergangenheit beachtliche Fortschritte gemacht, so dass mit den heutigen Geräten eine gute Verteilgenauigkeit und hohe Leistungsfähigkeit erreicht werden kann. Zusätzlich zur Minderung der Geruchsbelästigung wird seit einigen Jahren die Reduzierung der Ammoniak-Emissionen gefordert. Der damit verbundene Verlust an Stickstoff ist beträchtlich und sollte nicht unterschätzt werden. Wird die Gülle breitflächig verteilt und nicht eingearbeitet, muss man mit einem Verlust zwischen 30 und 60 % Ammonium-Stickstoff (NH4-N) rechnen.
Da die ökologische Bewertung der NH3-Emission nicht eindeutig ist, beschränken wir uns auf den ökonomischen Verlust: Je m3 Gülle gehen etwa 1,5 kg NH3 in die Luft, bei einem Preis von 1 DM/kg NH3 also 1,50 DM/m3. Allein diese Tatsache mögen Technik und Kosten rechtfertigen, die Ammoniak-Verluste zu senken. Im Gegensatz zum Festmist, dessen Ausbringung ebenfalls zu solch hohen Emissionen führt, besteht bei der Gülle eher die Möglichkeit, etwas dagegen zu unternehmen. Man kann etwas an der Gülle selbst oder am Verfahren der Ausbringung tun. Gezielt können Sie neue Ausbringtechniken einsetzen.
Generell gilt, die Oberfläche der Gülle zu verringern und den Flüssigmist zu bedecken, um den Kontakt mit der Luft einzuschränken. Bei breitflächiger Ausbringung wird besonders in den ersten Stunden viel Ammoniak frei. Arbeiten Sie deshalb die Gülle sofort ein, z.B. mit einem Grubber. Dadurch können Sie den Verlust auf 10 bis 30 % NH4-N verringern. In Nachbarschaftshilfe wäre diese Arbeitsspitze zu bewältigen.
Die technisch konsequentere, damit aber auch teurere Lösung verbindet die Einarbeitung direkt mit dem Güllewagen. Auf lockerem Boden, wie ihn Stoppelbearbeitung oder Pflug hinterlassen, vermischen abrollende, an den Güllewagen angehängte Werkzeuge – leichte Scheiben-...

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