Hartmetall-Hackschare von Boehlerit: Sechsfacher Preis, sechsfache Standzeit?

Der Hersteller Boehlerit bietet verschleißfeste Schare für Scharhacken an. Ob der höhere Preis gerechtfertigt ist, haben wir an einer Schmotzer-Hackmaschine ausprobiert.

Gut zu wissen

- Boehlerit bietet Hackschare mit integrierten Hartmetalleinlagen an.
- Im Vergleichseinsatz zu ­Standard-Hackscharen von Schmotzer war der Breitenverlust der Boehlerit-Scharen deutlich geringer.
- Für Böden mit Steinen im Untergrund sind die Schare noch nicht zu empfehlen, ansonsten aber schon.

Trotz unzähliger Scharvarianten sind die meisten Reihenhacken mit Gänsefußscharen bestückt. Beginnen die Schare hinten einzulaufen, wird das Arbeitsbild schnell schlechter — ganz egal ob mit einem oder mehreren Scharen pro Hackelement.

Um den Verschleiß in Schach zu halten, hat Boehlerit (Kasten „Boehlerit im Kurzporträt“) hartmetallbeschichtete Schare entwickelt. Wie gut sich die Schare unter Praxisbedingungen schlagen, haben wir über mehrere Monate im Feldeinsatz geprüft. Dabei standen folgende Fragen im Lastenheft: Sind die Standzeiten bedeutend höher als bei Standardscharen? Sind die Schnittwirkung und der Erdwurf vergleichbar?

Hartmetall-Hackschare von Boehlerit: Der Praxiseinsatz

Für unseren Vergleichseinsatz haben wir eine 6 m breite Hackmaschine von Schmotzer mit einer Reihenweite von 25 cm einseitig mit 140 mm breiten Standardscharen bestückt und auf der anderen Maschinenseite mit ebenso breiten Hartmetallscharen von Boehlerit. Zum Einsatz kam die Hackmaschine auf einem Bio-Betrieb in verschiedenen Kulturen. Beweisen mussten sich die Schare auf wechselhaften Böden von Sand bis Lehm — teilweise mit starkem Steinbesatz samt größeren Kalibern im Untergrund. Bewusst haben wir den Hackeinsatz im Frühjahr in Winterkulturen begonnen, wo die Schare am meisten beansprucht werden.

Aufgebaut hat Boehlerit die...

Die Redaktion empfiehlt

Fahrbericht 03.2021

Volmer-Hacke HoeBel 2020: Einfach hacken

vor von Lucas Colsman

Eine einfache und robuste Hackmaschine für Basisanwendungen. Das war das Ziel von Volmer bei der Entwicklung der HoeBel 2020.