Amazone ZA-TS mit WindControl: Gegen den Wind

Wind beeinflusst das Streubild bei der Düngerausbringung erheblich. Mit WindControl will Amazone gegensteuern. Wir haben uns einen Streuer mit dem System angesehen.

Gut zu wissen

- WindControl ist jetzt unabhängig von der Ausstattung mit dem Radarsensor Argus Twin erhältlich.
- Das System gleicht Windeinflüsse aus und gibt Warnmeldungen ab, sobald der Wind zu stark oder böig weht.
- WindControl vergrößert das Einsatzfenster beim Düngen, so dass die Auslastung der Technik optimiert werden kann.

Auffälliges Merkmal eines Streuers mit WindControl ist der ausfahrbare Mast an der rechten Maschinenseite. An ihm schwenkt im Einsatz ein Windmesser mindestens 40 cm über Kabinenhöhe in den Wind. Der Sensor stammt aus dem maritimen Zubehör und misst per Ultraschall ohne drehende oder bewegliche Komponenten die Windgeschwindigkeit und -richtung.

Anhand der Messdaten berechnet die Elektronik Korrekturfaktoren für Aufgabepunkt und Scheibendrehzahl des Düngerstreuers. So wird z. B. die Drehzahl der in Windrichtung liegenden Scheibe erhöht, die der anderen vermindert. Auch der Aufgabepunkt wandert in Richtung Wind. Im Terminal sieht der Fahrer, ob das System die aktuellen Windbedingungen noch ausgleichen kann. Kommt es an seine Grenzen, gibt es eine Warnmeldung. Aber wozu der Aufwand?

Amazone ZA-TS mit WindControl: Richtung hat großen Einfluss

Den größten Einfluss auf das Streubild hat Seitenwind, der im rechten Winkel auftrifft (90 oder 180 Grad zur Fahrtrichtung). Die Streuniere wird seitlich verschoben. Je größer die Arbeitsbreite, desto windanfälliger das Streubild. Auf den ersten Blick gleicht sich der Fehler bei der nächsten Überfahrt aus, da auch diese Streuniere bei gleichem Wind...


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