Deutz-Fahr Serie 7 TTV: Reichlich Auswahl Plus

Wenn Sie sich für einen gebrauchten Deutz-Fahr der Serie 7 mit 220 bis 260 PS interessieren, stoßen Sie auf ein großes Angebot. Umso genauer sollten Sie hinsehen!

Gut zu Wissen

- Mit dem Wechsel der Abgasstufen 2017 und 2019 kamen immer auch Verbesserungen in der Serie.
- Probleme mit Motor und Getriebe sind die Ausnahme. Mehr Ärger machen Elektrik, Handbremse und Klimaanlage.
- Wer ISO-Bus nutzen will, sollte den iMonitor 3 kaufen.

Nach der Vorstellung des TTV 630 (profi 8/2009) in der 200-PS-­Klasse betraten die Lauinger mit der Einführung der Serie 7 zur Agritechnica 2011 kein Neuland. So gab es zunächst die drei Modelle vom 7210 TTV mit 163 kW/222 PS über den 7230 TTV mit 173 kW/235 PS bis hin zum 7250 TTV mit 193 kW/263 PS Maximalleistung.

Während aus dem 7210 TTV bereits 2017 mit überarbeitetem Getriebe der 6215 TTV wurde, sind die größeren Modelle bis heute im Verkauf. Entsprechend werden Sie den 7210TTV auch noch mit „alter“ Kabine ­finden. Aber der Reihe nach…

Motor sparsam, Elektrik anfällig

Unter der wuchtigen Haube der Serie 7 sitzt mit dem TCD 6.1 ein Deutz-Motor, der für seine Spritzigkeit und Sparsamkeit bekannt ist. Dementsprechend gibt es von den Besitzern in Bezug auf die Leistung und Verbrauch sehr viel Lob. Und anfängliche Probleme mit den Injektorhülsen wurden frühzeitig erkannt. Hier ist nur wichtig, dass die Schrauben der Spannpratzen alle 1 500 Stunden kontrolliert und nachgezogen werden. Versuchen Sie außerdem herauszufinden, ob eventuell mal eins der einschlägig bekannten „Zusatzsteuergeräte“ zur Leistungserhöhung montiert war. Damit könnte dann nämlich nicht nur die Motorkühlung des Traktors überfordert gewesen sein.

Stichwort Kühlung: Mit der Umstellung auf die Abgasstufe IV (Tier 4f) im Jahr 2016 bekam die Serie 7 größer dimensionierte Kühler, die nahezu vollständig aus Aluminium bestehen und sich komfortabler aufklappen lassen. Außerdem gibt es seitdem einen verbesserten Viscolüfter und eine neue Abgasnachbehandlung mit externer Abgasrückführung, Dieselpartikelfilter und Dieseloxidationskatalysator.

In dem Zuge wurde auch das AdBlue-System überarbeitet, so dass die Abgastechnik samt SCR-Katalysator heute in der Praxis kaum mehr Probleme macht. Hier haben auch die anfänglichen Serien-Verbesserungen an Elektronik und Sensorik durch Deutz-Fahr bei den Traktoren mit der Abgasstufe IIIB schon Wirkung gezeigt. Verschmutzungen am Stabfilter und somit die Verstopfungen der AdBlue Pumpe wurden z. B. bereits ­Ende 2012/Anfang 2013 durch geänderte AdBlue-Vorfilter beseitigt, während ein Softwareupdate mit neuer Taktung der AdBlue-Düse ebenfalls viele Fehlermeldungen beseitigte und den AdBlue-Verbrauch senkte.

Endgültig besser wurde es dann mit der Umstellung auf die Abgasstufe IV durch einen neuen, feuchtigkeitsresistenteren ­Batteriekasten. Außerdem werden seitdem 6-Loch-AdBluedüsen verbaut, die sich übrigens auch bei den Traktoren der Abgasstufe IIIB nachrüsten lassen. Deutz-Fahr empfiehlt zudem spezielles AdBlue mit einer verringerten Kristallbildung. Von einigen Besitzern hört man die Klage, dass es bei der Serie 7 Fehlermeldungen der Elektronik gibt, deren Relevanz man als Fahrer nicht einordnen kann. Ein Problem, dass in jedem Fall mit aktuellen Software-­Updates, aber besonders auch bei den Traktoren mit der Abgasstufe IV ab dem Baujahr 2017 deutlich kleiner geworden...

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