profi LIVE: Pflanzenschutztechnik-Trends: Rund um die Feldspritze

Beim zweiten profi LIVE aus der Testhalle ging es um Pflanzenschutztechnik. Als profi-Abonnent können Sie die Aufzeichnung jetzt noch exklusiv ansehen.

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Gut zu wissen

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- Abonnenten können die Sendung kostenlos verfolgen — entweder live oder die Aufzeichnung.

Am 27. Mai um 19 Uhr hieß es zum zweiten Mal „Kamera läuft“ in der profi-Testhalle. Dieses Mal begrüßten Frank Berning, Chefredakteur von profi, sowie sein Kollege Alexander Bertling zahlreiche Landwirte und Experten zum Thema Pflanzenschutztechnik.

Abwechslungsreiches Programm

Im Laufe des Abends ging es vor allem um die Beantwortung folgender Fragen:

  • Lohnt die Aufrüstung einer vorhandenen Spritze?
  • Wieviel Technik an der Pflanzenschutzspritze ist sinnvoll?
  • Was für eine Schutzkategorie braucht meine Traktorkabine?
  • Was sind die neusten Trends in der Pflanzenschutztechnik?

Außerdem gab es am Ende der Sendung die Möglichkeit, mit Experten von agrotop und Lechler über aktuelle Entwicklungen in der Düsentechnik zu diskutieren.

Alte Spritze aufrüsten

Fast 30 Jahre alt ist die Holder IS1000 von Landwirt Georg Budde, um die es im ersten Programmpunkt ging. Zusammen mit Felix Krenzel von Granit-Parts wurde die Umrüstung der Anbauspritze auf elek­trische Ventile und eine geschwindigkeitsabhängige Durchflussmengenregelung vorgestellt. Welche Spritzen kann man überhaupt umrüsten? Was ist dabei zu beachten? Wie hoch sind die Kosten? Welche Ausstattungen gibt es noch? Und warum hat die Holder IS1000 jetzt kein Section-Con­trol? — Das sind nur einige der vielen Fragen, die in der Diskussion zur Sprache kamen. Dabei konnten sich die Zuschauer auch während der Live-Veranstaltung über die Chat-Funktion zu Wort melden, um ihre Fragen loszuwerden, bevor Moderator Frank Berning zum nächsten Programmpunkt überleitete. Dabei ging es um die Frage, wieviel Technik an der Spritze überhaupt sinnvoll ist?

Wieviel Technik passt zu meinem Betrieb?

Insgesamt drei Spritzen standen beim zweiten Thema im Fokus. Angefangen bei der Bargam-Anbauspritze mit 1500-l-Tank und 15-m-Gestänge von Landwirt Andre Welp über die 3 200-l-Anhängespritze Campo von Gaspardo mit 27 m Arbeitsbreite vom Betrieb Holtkamp bis hin zur Fendt Rogator 355 (5 500 l/36 m), die aktuell im profi Praxistest im Einsatz ist.

Zusammen mit Firmenvertretern sowie dem Pflanzenschutztechnik-Spezialisten Harald Kramer von der Landwirtschaftskammer NRW wurden die Vor- und Nachteile verschiedener Ausstattungen diskutiert. Konti­nuierliche Tankinnenreinigung, GPS-gesteuerte Teilbreitenschaltung, automatische Gestängeführung und Düsenwechselschaltung sind nur einige der Stichworte.

Anwenderschutz im Blick

Ein Thema, das alle Pflanzenschutzspritzen betrifft, ist der Anwenderschutz. Stefan Marder von der Seka GmbH erklärte als ausgewiesener Experte die verschiedenen Schutzkategorien einer Schlepperkabine. Außerdem stellte er eine Nachrüstlösung für Traktoren vor, mit der man die höchste Schutzklasse 4 gegen Stäube und Dämpfe erreichen kann.

Abgerundet wurde das Programm mit einem Blick in die Zukunft. Michael Mersmann von Amazone hatte die Anhängespritze UX 5201 mitgebracht, die unter anderem mit einer aktiven Gestängeführung ausgerüstet war. Außerdem erklärte Mersmann anhand von Video-Einspielern, wie zum Beispiel die Düsenwechselschaltung zur genaueren Applikation in Kurven genutzt werden kann (CurveControl) oder wie die Bandspritzung funktioniert.

Pflanzenschutz der Zukunft

In der Erprobung sind Spritzen, die nur noch punktuell behandeln (Spot-Spraying). Offline-­Systeme nutzen Spritzkarten, die z. B. aus Fotos von Droh­nen-­Überflügen erstellt werden. Nachteilig sind Aufwand und Zeitverzug zwischen Überflug, Karten-Erstellung und Behandlung (bei schneller Krankheitsaus­breitung oder schnellem Unkrautwachstum).

Noch einen Schritt weiter gehen deshalb Entwicklungen, die „online“ arbeiten. Dazu erkennen Kameras vor dem Spitzgestänge die Stellen, die behandelt werden müssen. Superschnelle Rechner müssen diese Informationen verarbeiten und an die Spritze weitergeben.

Solche Systeme werden künftig nicht nur große Mitteleinsparungen möglich machen, sondern die Kulturpflanzen auch noch besser schonen. Am besten werfen Sie einen Blick in die Aufzeichnung von profi LIVE, die Sie als Abonnent exklusiv über den Link „profi.de/pflanzenschutzlive2021“ erreichen.

Hier können Sie sich den kompletten Mitschnitt von unserem Live-Event Pflanzenschutz Trends 2021 nochmal anschauen.

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