Fahrbericht

Mähdrescher Claas Trion 730 TerraTrac: Tucano + Lexion = Trion?

Man paare Bauteile vom Tucano und vom „alten“ Lexion, und fertig ist der neue Trion? Nein - mit der Neuentwicklung aus Harsewinkel hat es viel mehr auf sich.

Claas Trion Mähdrescher

Der Vorserienmaschine fehlte noch die Beschriftung. Der neue Claas Trion ist aber am geänderten Design leicht zu erkennen. (Bildquelle: Wilmer)

Gut zu wissen

- Der Mähdrescher Claas Trion hat das APS-Dreschwerk mit der 60er Trommel.
- Vom Tucano stammt der 57er Rotor beim Trion 730.
- Lieferbar sind „TerraTrac“-Laufwerk und „Montana“-Hangausgleich.
- Die neue Kabine wurde vergrößert.
Nach der Vorstellung der Lexion-­Serie mit 75er Trommel (profi 9/2019) waren alle ge­spannt, was mit dem „alten“ Lexion-Dresch­werk mit 60er Trommel passiert. Schließlich hat der Tucano seinerzeit auch das APS-­Dreschwerk mit 45er Trommel vom Mega übernommen. Und siehe da, Trion heißt das neueste Kind, bei dem die Claas-Ingenieure Bewährtes mit Neuem gepaart haben.
(Quelle: profi)

Claas Trion: Schüttler und Hybrid

Mit der neuen Trion-Baureihe bietet Claas insgesamt acht Basis-Modelle (siehe unten). So gibt es mit dem 1,70 m breiten Dreschkanal (statt 1,58 m beim Tucano) zwar drei Maschinen mit sechs Schüttlern (Trion 660/650/640), aber kein Modell mit Rotor-Abscheidung — hier will man offensichtlich den Abstand zum Lexion wahren.
Anders beim Trion mit dem 1,42 m breiten Dreschkanal: Neben zwei Modellen mit fünf Schüttlern (Trion 530/520) wird es hier sogar drei Hybridmaschinen mit Rotor-­Abscheidung geben. Dabei hat der Trion 750 exakt das Dreschwerk samt Abscheidung mit zwei 44,5er Rotoren, wie wir es vom „alten“ Lexion 750 noch kennen.
Die Trion-Modelle 730 und 720 sind dagegen mit dem 57-cm-Single-­Rotor ausgestattet, der aus dem Tucano 580/560 stammt. Wir haben mit dem Trion 730 folglich das zweitgrößte Hybridmodell der neuen Mähdrescher-Baureihe eingesetzt.

LaserPilot, FieldScanner, GPS

Was die Schneidwerke angeht, sind für den Trion alle Vorsätze vom einfachen Cerio über das Vario und das Convio bis hin zum Klappschneidwerk verfügbar. Genauso gibt es optional den bewährten Laser Pilot mit Sensor am Schneidwerk oder auch den vom neuen Lexion bereits bekannten Field­Scanner am Kabinendach (profi 2/2021).
Hier arbeitet Claas jedoch noch an einer Weiterentwicklung mit Wischer, da auch die noch einmal geänderte Staubabsaugung am Einzugskanal den Sensor nicht sauber hält. Zudem kam der Scanner bei unserer Probefahrt in teils liegender Gerste immer wieder an seine Grenzen. Eine weitere Alternative ist der GPS-Pilot, der allerdings leider nach wie vor nicht ohne ein eigenes Terminal auskommt. Doch dazu später mehr.
Ganz neu ist auch die dynamische Lenkung: Unter 10 km/h kann damit die Zahl der notwendigen Lenkradumdrehungen für einen vollen Lenkeinschlag von fünf auf nur noch etwa 1,3 Umdrehungen reduziert werden.

„Altes“ Lexion-Dreschwerk

Der neue Trion hat das bewährte Dresch­werk mit im Durchmesser 45 cm großen Vorbeschleuniger sowie der 60er Trommel (die jetzt immer geschlossen ist). Wie bei den „Großen“...

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