SIP Vierkreiselschwader Star 1250/50T: Technik gut, Software ausreichend

Maschinen von SIP sind eine interessante Alternative, wenn es um Futterernte-Technik geht. Das bestätigt auch der einfache Vierkreiselschwader Star 1250/50T.

Gut zu wissen

- Die wichtigsten Kritikpunkte aus unserem Praxistest hat SIP bereits angepackt und verbessert.
- Der Star 1250/50T ist eine preislich interessante Maschine, auch für Lohnunternehmen.
- Die Kurvenbahnverstellung ermöglicht stets kantige Schwade.

Der 1250/50T ist der einzige Vierkreiselschwader von SIP. Dabei steht „1250“ für die Arbeitsbreite von maximal 12,50 m; minimal sind es 9,90 m. „50“ steht für 50 Zinkenarme und „T“ (trailed) für die angehängte Maschine.

SIP Vierkreiselschwader Star: Verbindung zum Schlepper

Angehängt wird der Schwader in den Unterlenkern der Kat. II. Zu jeder Seite ist ein Lenk­einschlag von bis zu 85° möglich — das stellt eine enorme Wendigkeit sicher.

Serienmäßig ist eine Loadsensing-Hydraulik installiert (auf Umlauf umstellbar), deren Schläuche neben den Kabeln der Lichtanlage und der Bedienung sowie den serienmäßigen Druckluft-Bremsleitungen mit dem Traktor verbunden werden müssen. Eine ordentliche Schlauchgarderobe steht zur Verfügung.

Ein schönes Detail: Für das Bedienpult sitzt eine kleine, spritzwassergeschützte Box unter der Garderobe, an der alle Schläuche und Kabel ihren Platz finden. Der Stützfuß mit einer federbelasteten Bolzenarretierung sowie einer extragroßen Bodenplatte hat uns sehr gut gefallen, der Schwader lässt sich so auch auf weicherem Untergrund abstellen. Die Weitwinkel-Gelenkwelle mit Überlastsicherung von Walterscheid hat eine praktische Ablage.

Interessanter Kraftfluss

Der Antrieb kommt per Gelenkwelle auf ein Verteilergetriebe, das die Kraft einerseits zu den hinteren Kreiseln durchleitet, sie aber auch nach rechts und links auf die vorderen Kreisel verzweigt. An den vorderen Kreiseln befinden sich je drei aufeinanderfolgende Winkelgetriebe, die SIP nach eigenen Angaben selbst entwickelt hat. Diese Getriebekombination soll einerseits für eine verlustarme Kraftübertragung sorgen. Andererseits soll sie vor allem aber Bruch vermeiden, weil es so keine abgewinkelten Gelenkwellen gibt.

Das letzte dieser Getriebe überträgt den Antrieb auf eine dreifach teleskopierbare Gelenkwelle, die SIP gemeinsam mit Walterscheid entwickelt hat. Die Welle endet an der Schwadglocke und treibt dort das Getriebe für die Kreisel an. Die hinteren Kreisel werden jeweils über eine lange, einfache Gelenkwelle angetrieben.

Kardanische Aufhängung

Sowohl die vorderen als auch die hinteren Kreisel verfügen über eine hydraulische Rechbreiten-Verstellung per Teleskoprohr. Dank Kunststoff-Gleitplatten funktioniert die Verschiebung ruckfrei und zügig. Eine Orientierungsskala gibt es nicht, hier sollte SIP nachbessern. Die hinteren Kreisel lassen sich auch für schmale Schwade ausreichend eng zusammenziehen — hier hilft eine Skala bei der Einstellung.

Alle Kreisel sind über ein Kardangelenk aufgehängt, das die Bodenanpassung längs und quer zur Fahrtrichtung ermöglicht. Die Kreisel heben am Vorgewende bodenparallel aus. Beim Absenken haben wir eine leichte Neigung nach hinten beobachtet, die das...


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