Stammtisch des Fortschritts: Digitale Gaunerzinken

Landwirt Albert Bauer, Lohnunternehmer Bernd Lohner, sein Mitarbeiter Claus Fahrer und Maschinenringleiter Dieter Maring betreiben Objektsicherung.

Bauer: Neulich ging unsere Nachbarin zwei Trickbetrügern auf den Leim. Daraufhin habe ich eine Videoüberwachung für uns durchrechnen lassen. Ge­schätzte Kosten: 7 000 Euro!

Fahrer: Hallo! Im Internet findest du wetterfeste Cams mit WLAN für unter hundert Euro.

Bauer: Ein Freund hat damit seine Milchtankstelle gesichert. Was passierte? Die Gauner haben zuerst die Speicherkarte aus der Kamera geklaut und anschließend die Geldkassette des Milchautomaten.

Lohner: Die Profis lockst du mit einer Billigkamera oder einer Attrappe eher an als dass du sie abschreckst.

Bauer: Die arbeiten heute mit ausgefeilten Methoden. Nach Aussagen einer Polizistin, die sich auskennt, könnt ihr davon ausgehen, dass es für viele Höfe und Anwesen ein Einbruchsdossier gibt, sie spricht von digitalen Gaunerzinken.

Fahrer: Kannst du das präzisieren?

Bauer: Die professionellen Einbrecher benutzen Luftbilder aus GoogleMaps. Mit deren Hilfe erstellen sie Touren für Kundschafter. Diese machen vor Ort Fotos und spionieren eure Lebensgewohnheiten aus.

Maring: Das fällt doch auf.

Bauer: Nur, wenn ihr auf der Hut seid. Vorige Woche ging die Meldung von Einbrüchen in der Nachbargemeinde durch unsere LSV-Gruppe und dass ein Kollege einen sehr originellen Kundschaftertrupp gestellt hatte.

Fahrer: Es handelte sich um eine Familie aus Hamburg, die angeblich eine Ferienwohnung auf dem Land suchte.

Bauer: Ich las die Nachricht am Samstagmorgen in Telegram. Am selben Nachmittag fuhr ein Pkw mit Hamburger Kennzeichen langsam...


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