Hetwin Avenger pickup im Einsatzbericht: Sprüht, schiebt, sammelt

Mit dem Avenger stellt Hetwin eine neue Generation von Entmistungsrobotern vor. profi durfte exklusiv die erste Maschine unter die Lupe nehmen.

Hetwin Avenger pickup

Der Hetwin Avenger pickup schiebt nicht nur Kot ab, sondern sammelt diesen zusammen mit der Einstreu auf und bringt ihn dann gezielt weg. Der speziell dafür entwickelte Rotor räumt selbst festen Mist zuverlässig in den darüber platzierten Sammeltank. (Bildquelle: Zäh)

Gut zu wissen

- Der Roboter Avenger für Spalten- und planbefestigte Böden sammelt selektiv Kot und Mist auf.
- Der effektive Rotor spart Strom, verlangt aber kurze Einstreu.
- Die Selektion von Gülle und Mist eröffnet neue Möglichkeiten beim Verwerten von Wirtschaftsdünger.
- Der Avenger passt gut zu gewachsenen Betrieben und Ställen mit Außenauslauf.
Beim Stallneu- und -umbau liegen planbefestigte Böden im Trend. ­Parallel werden heute selbst Hoch­boxen verstärkt eingestreut. Und zu guter Letzt erfordern veränderte Haltungsverordnungen unter anderem den Bau von Ausläufen für Rinder.
So sehr die Veränderungen in der Milchviehhaltung Vorteile versprechen, so problematisch ist der Wandel mit Blick auf die Reinigung der Stallböden. Denn der klassische Spaltenschieberroboter kann nur — wie sein Name schon verrät — perforierte Böden durch ein Abschieben von Kot befreien. Stationäre Schieberanlagen räumen den anfallenden Mist zwar ab, doch bleiben einem die Übergänge für die Reinigung von Hand. Mit einer stationär eingebauten Schieberanlage sehen Landwirte auch das Problem, dass die Tiere regelmäßig bis zur Fessel in der Gülle stehen. Und wie das Reinigen von Ausläufen gelingen soll, ist vor Baubeginn oft nicht geklärt.

Hetwin Avenger pickup: Selektives Entsorgungsmanagement

Die veränderten Haltungsbedingungen veranlassten Hetwin zur Konstruktion des Entmistungsroboters Avenger. Tatsächlich hat die mit einer Wassersprühanlage ausgestattete Maschine ein paar Features zu bieten, die es so am Markt bislang nicht gibt. Dazu zählt mit 1,80 m eine in diesem Segment bislang untypisch große Arbeitsbreite. Diese erlaubt es vor allem in Altgebäuden, dass der Laufgang mit einer Fahrt hoch und wieder runter im Nu auf seiner ­ganzen Breite gereinigt ist.
Die Routen, die der Avenger zu absolvieren hat, sind beliebig festlegbar. Dabei kann er zum Beispiel auf einer Tour nur den Mist hinter den Liegebuchten sammeln. Diesen verbringt er dann zu einem eigens dafür eingerichteten Abwurfschacht im Stall. Auf der anschließenden Tour sammelt er bei Bedarf nur dünnen Kot ohne Stroh und entsorgt diesen ebenfalls gezielt.
Für Betriebe, die um- oder neubauen wollen sowie für Milchviehhalter, die ihre Gülle betriebsintern oder -extern über eine Biogasanlage verwerten möchten, eröffnet...

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