Dücker UM- und USM-Mulcher

Mulchen mit Wucht Plus

Greening-Maßnahmen und pflanzenbauliche Herausforderungen im Raps, Getreide- oder Maisanbau sprechen für den Mulcher in sämtlichen Betriebsausrichtungen. Worauf Sie beim Gebrauchtkauf der gängigsten Front-/Heck- und Seitenmodelle von Dücker achten sollten, haben wir für Sie in der Praxis hinterfragt. Hier lesen Sie unsere Einkaufstipps.

Wenn Sie die gängigen Online­portale nach gebrauchten Dücker­-Mulchern durchsuchen, gewinnen Sie zunächst folgenden Eindruck: In den vergangenen 20 bis 30 Jahren wurde nur wenig verändert. Ganz abzuwenden ist das auch nicht, wobei sich verschiedene Details verbessert haben. Diese Kontinuität in den Serien hat aber Vorteile: Ältere Gebrauchte sind schon für weniger als 4 000 Euro in gutem Zustand zu bekommen. Und wenn Sie die riskanten Stellen kennen, können Sie selbst mit älteren Modellen einen guten Fang machen.

Zwei der landwirtschaftlichen Evergreens sind die Typen UM und USM. Der UM (Uni-Mäher) ist ein Dreipunktgerät für den Front- oder Heckanbau. Vom UM 19 (1,90 m Arbeitsbreite) bis zum UM 40 (4,00 m Arbeitsbreite) sind die Modelle sehr ähnlich aufgebaut. Aus der Typenbezeichnung können Sie übrigens bereits erste Rückschlüsse auf die Ausstattung ziehen. Die Bezeichnung „UM23 FV HV K4/G7“ steht z. B. für einen Uni-Mäher mit 2,30 m Arbeitsbreite samt Front­verschiebe- und Heckverschieberahmen. Die Zusätze „K4 oder G7“ stehen für die allgemeine Baureihengeneration. Beim Seitenmulcher USM ist die Struktur ähnlich: USM 18 VR4 steht beispielsweise für 1,80 m Arbeitsbreite mit Verschiebe­rahmen. Das „R“ gibt die Arbeitsseite „rechts“ an, und die „4“ steht ebenfalls für die Baureihengeneration.

Bei dem technischen Check sollten Sie einige Grundsätze beachten: Oft gibt Ihnen schon der äußere Zustand einen Hinweis auf die Nutzung und Pflege. Außerdem sollten Sie den Kandidaten immer laufen lassen! Dücker empfiehlt zur Kontrolle der Laufruhe die Nenndrehzahl von 1 200 bis 1 300 Schlegelwellenumdrehungen anzufahren. Je nach Keilriemen-Übersetzung (für 540/750/1 000 Zapfwellenumdrehungen) entspricht das jeweils der maximal erlaubten Zapfwellendrehzahl.

Stichwort Optik: Achten sollten Sie nicht nur auf innere Gehäusebeschädigungen, sondern vor allem auch auf Folgen durch frühere Unwuchten. Nicht selten kommt es so zu einreißenden Bauteilen oder fehlenden Schrauben am Rahmen. Eine klassische Stelle beim UM ist beispielsweise das hintere Schutzblech oberhalb der Laufwalze. Das beginnt dann mittig zu reißen, lässt sich aber gut tauschen. Auch ein Blick auf die Anbauböcke und die seitlichen U-Profile vom Hauptrahmen lohnt in diesem Zusammenhang. Apropos: In den 90ern wurden die Flanken des seitlichen U-Rahmenprofils zunächst gar nicht verstrebt, später folgte ein zwischengeschweißtes Flacheisen. Heute bringt ein eingeschweißtes Vierkantprofil mit durchgehendem Bolzen Stabilität.

Sofern Sie einen UM mit Seitenverschiebung in die Auswahl nehmen, gilt hier ein besonderer Blick. Seit 2004 integriert der Hersteller auch beim USM mit Verschieberahmen einen nachstellbaren Verschiebeklotz aus Kunststoff auf den Gleitflächen. Seitdem lassen sich diese Kunststoffschalen mit je vier Schrauben pro Seite passgenau nachstellen. Bei komplettem Verschleiß können die Kunststoffe auch ausgetauscht werden. Im Zuge der veränderten Verschiebeklötze wurden auch die seitlichen Führungsplatten erhöht und verstärkt, was die Steifigkeit bei ungewollten Kontakt beim Rückwärtsfahren verbessert. Verstärkt wurden 2004 am UM auch die beweglichen Fangtaschen für die Unter­lenker (Kat. 2 und 3), die im Zusammenspiel mit den ebenfalls 2004 eingeführten Federbeinen eine bessere Bodenanpassung des Mulchers erlauben. Diese Federung gehört seitdem (bei den Baureihen UM27 aufwärts) zum Standard.

Kontrolltipps für den Kraftverlauf: Die beiliegende Gelenkwelle sollte zwingend mit einem Freilauf versehen und natürlich nicht ausgeschlagen sein. Die Getriebe gelten insgesamt als zuverlässig....

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