Stammtisch des Fortschritts: Chronischer Ballenschwund Plus

Albert Bauer wurde bestohlen. Dieter Maring, Bernd Lohner und Claus Fahrer erinnert der Fall an Freiherr von Münchhausen.

Maring: Das Futter ist bereits im dritten Jahr sehr knapp. Leidet euer Dorf immer noch unter chronischem Ballenschwund?

Bauer: Liest du keine Zeitung? Es gab einen Bericht über unsere Ballenverfolgungsjagd, wobei allerdings kaum etwas richtig widergegeben war.

Fahrer: Dann wollen wir jetzt die Wahrheit hören.

Bauer: Seit Jahren verschwanden immer wieder Rund- und Wickelballen. Wir Landwirte haben uns dann zusammengerauft und gemeinsam eine Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

Maring: Das ist konsequent.

Bauer: Die Polizisten sind alle sehr nett, aber eine gute Idee, wie der Ballenklau zu stoppen war, hatten sie nicht. Und mit jedem neuen Diebstahl waren sie etwas genervter.

Fahrer: Welch Wunder.

Bauer: Doch hatte mein Nachbar einen Geistesblitz. Er ließ den Hut rumgehen und kaufte zwei kleine GPS-Tracker. Mit jeweils 80 Euro überstieg der Preis den Wert eines Ballens deutlich, aber es half ja nichts.

Lohner: Wie habt ihr die Teile installiert?

Bauer: Wir haben die Sender unter die Folie geschoben. Dazu wählten wir die Ballen aus, die unserer Meinung nach am einfachsten zu laden waren.

Maring: Wie funktioniert solch ein Gerät?

Bauer: Du kaufst den Tracker und meldest ihn beim Online­portal des Herstellers an. Das Teil enthält einen GPS-Empfänger und eine SIM-Karte. Der Akku hält im Schlafmodus bis zu 60 Tage. Wenn der Strom zur Neige geht oder der Sender einen definierten Kreis verlässt, kriegst du einen Alarm auf dein Handy.

Maring: Hört sich sehr ausgetüftelt an.

Bauer: Wie es...

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