Neuheiten Kurzmeldungen | Neuheiten – Fahrzeugkomponenten

Neuheiten – Fahrzeugkomponenten

Wir stellen hier die Neuheiten aus dem Bereich der Fahrzeugkomponenten vor.

(Bildquelle: Redaktion profi)

Im rechten Licht

Mit dem Arbeitsscheinwerfer Intellilight von Tyri bestimmt der Fahrer selbst, welche Farbtemperatur für ihn je nach Wetterlage und Arbeitsumfeld die beste ist und wann er dimmen möchte.
Die Steuerung basiert auf drahtloser Bluetooth Mesh Technologie. Jeder Scheinwerfer ist mit einem eigenen Router ausgestattet, der ein drahtloses 360-Grad-Netzwerk aufbaut. Die Farb­temperatur lässt sich zwischen 2.700 und 6.500 K in fünf Stufen einstellen. Dimmen ist zu 100 % möglich und technisch so gestaltet, dass die EMV (elektromagne­tische Verträglichkeit) nicht negativ beeinflusst wird. Die Scheinwerfer können in Gruppen eingeteilt werden. Jeder Gruppe kann eine Aufgabe zugeteilt werden. Sie sind laut Hersteller einfach zu installieren und zuverlässig. Falls ein Scheinwerfer ausfallen sollte, funktioniert das System trotzdem weiter.
Intellilight wird über eine kostenlose App gesteuert. Eine Fernbedienung für die Funk­tionen Ein/Aus, Dimmen und Farbwechsel gibt es optional. Jeder Scheinwerfer funktioniert wie ein Repeater für die Reichweitenverlängerung. Eine Canbus-Anbindung für den OEM ist möglich.

Breit und stark

MRS Electronic stellt das Display MConn 7 als Teil der im Produktportfolio enthaltenen HMI-Systeme vor. Anwendungsbreite und Leistungsstärke zeichnen laut Hersteller das Display aus. Es besitzt ein PCAP-Farbdisplay mit 7 Zoll Diagonale. Eine intuitive, vom Smart­phone bekannte Bedienung ist möglich. Das Display lässt sich nicht nur als Eingabegerät nutzen, sondern kann auch Steuerungsfunktionen übernehmen. Auf eine weitere Can- oder Lin-Steuerung soll somit häufig verzichtet werden können, was laut MRS für schlankere Systeme und weniger Fehlerquellen im Bordnetz sorgt.
Die Anwendung und Benutzeroberfläche kann eigenständig oder vom UI/UX- und Software-Entwicklungsteam von MRS Electronic programmiert werden. Das MConn 7 soll sich mit zahlreichen Schnittstellen von vergleichbaren Produkten abheben. Die Varianten Basic und A-Quad beinhalten unter anderem Can (2x), Lin, Ethernet, USB (2x), einen Audio-Eingang und 22 digitale und analoge Ein- und Ausgänge. 4G/LTE, GPS, WiFi, Bluetooth, AM/FM und bis zu vier Kameraeingänge sind optional ebenfalls erhältlich. Mit den auf Anfrage erhältlichen 4G/LTE oder WiFi Schnittstellen kann das MConn 7 an die individualisierbare Telematikplattform MRS Cloud Connect angebunden werden.

Sicher auf Knopfdruck

Das Kabinendrucksystem K Pro­tec Modular von Eberspächer schützt sowohl vor Staub als auch vor Schadstoffen. Der erzeugte Überdruck und ein Filtersystem verhindern das Eindringen von Schadstoff- und Staubpartikeln in die Kabine. Die Modularität des Aufbaus ermöglicht laut Hersteller erstmals bei einem Serien­produkt das Umschalten auf Knopfdruck zwischen einem Filter der Kategorie 4 für Schadstoffe und der Kategorie 2 für Staub ­— je nach Anwendungsfall. Gerade für universell eingesetzte Landmaschinen verlängert dies die Lebensdauer der deutlich kostenintensiveren Schadstoff­filter der Kategorie 4. Zwei Gebläse liefern jeweils 300 W Leistung, während integrierte Dämpfungselemente die Vibrationen reduzieren. Das System ist der Klimaanlage vorgeschaltet und so in die übliche Kabinenklimatisierung inte­griert. Die vertikalen und horizontalen Installationsoptionen der Filter sollen höchste Flexibilität beim Einbau erlauben. Das K Protec Modular gewährt eine Zertifizierung der Kabine gemäß DIN EN 15695.

Viele Bewegungen

FSG-Fernsteuergeräte, Spezialist für Joysticks und Sensoren, bringt mit dem ST-MHT-GS85 ein Handsteuergerät für eine Lebensdauer von 15 Millionen Zyklen, Standard sind bisher 5 Millionen Zyklen. Um das zu erreichen, reduzierte der Hersteller nach eigenen Angaben zunächst die Zahl der beweglichen Teile und passte die Werkstoffe an. Der entstandene und inzwischen marktreife Topf präsentiert sich laut FSG kleiner und schlanker. Der Kunde kann den Topf mit praktisch allen Griffen aus dem Programm von FSG kombinieren. Für die möglichen Bewegungsrichtungen stehen Kulissen zur Wahl, die Bewegungen in Richtung X- oder Y-Achse sowie X- und Y-Achse gleichzeitig erlauben oder die auf die Begrenzungen innerhalb der X- und Y-Bewegungen verzichten. Als weitere Besonderheit der Neuentwicklung können Anwender den Griff selbst austauschen — eine Möglichkeit, die Joy­sticks laut Hersteller nur selten bieten.

Allround-Scanner

Mit dem picoscan150 präsentiert die Sick AG die erste Variante der neuen Produktfamilie picoScan100 für die Detektion und Lokalisierung von Objekten. Verglichen mit der Tim-­Serie bietet deren Nachfolger eine laut Hersteller mindestens um den Faktor 3 verbesserte Reichweite, Auflösung und Scanfrequenz. Im Betrieb soll sich der picoscan150 durch hohe Robustheit gegen Fremdlicht und Beeinflussung durch andere Laserlichtquellen auszeichnen. Zudem gewährleistet die intelligente Signalauswertung laut Sick auch eine hohe Verfügbarkeit im Outdooreinsatz, beispielsweise bei Regen, Schnee oder Staub. Der neue picoscan150 mit 276° Öffnungswinkel — für lückenlose 360°-Abdeckung bei diagonaler Montage zweier Geräte —steht je nach Arbeitsbereich und Auflösung in drei Leistungsabstufungen zur Verfügung. Interessant ist der neue 2D-Lidar-Sensor z. B. für Intralogistik-Integratoren, Robotik- und AMR-Unternehmen, Hersteller mobiler Plattformen wie AGVs, Outdoor-Integratoren sowie für Unternehmen, die Prozesse mit Hilfe der Lokalisierung von Objekten automatisieren möchten.

Kraftvoll abdrücken

Haweka TB30 mit 25 000 Newton Abdrückkraft ist die neue elektro-hydraulische Reifenmontiermaschine von Haweka Werkstatt-Technik. Diese ist laut Hersteller sowohl für den stationären als auch den mobilen Service an allen Rädern von Lkw, Bussen, landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Baumaschinen geeignet.
Die Spannvorrichtung ermöglicht das Arbeiten an Rädern mit einem Durchmesser von 14 bis 30 Zoll, bei einem maximalen Reifendurchmesser von 1 640 mm und einer Reifenbreite von bis zu 850 mm. Das Spannfutter der TB30 ist massiv konstruiert, um die Bearbeitung von Rädern bis 1 200 kg sicherzustellen. Sollte es zu einem plötzlichen Hydraulikdruckabfall kommen, verhindert ein Rückschlagventil das Öffnen des Spannfutters. Das Demontage- und Montagesystem ist mit einem Teller ausgestattet, die Montagenase mit einer Schnellentriegelung.

Schlüssel im Smartphone

Mit PnD3 schließt Marquardt nach eigenen Angaben die Lücke zwischen Smartphone und Fahrberechtigungssystem und macht die Keyless-Go-Technologie via Smartphone auch für Hersteller von Landmaschinen massentauglich und kostengünstig. Fahrer haben mit dem System jeden benötigten Schlüssel am Einsatzort parat. Flottenbetreibern vereinfacht die sichere Weitergabe des digitalen Schlüssels per Key- Sharing die Aus- und Rückgabe der Fahrzeuge. Auch Dienstleistern —zum Beispiel für Wartung, Reinigung, Laden, Tanken — eröffnet PnD3 nach Herstellerangaben neue Möglichkeiten.
Marquardt stellt auf der Agritechnica außerdem die Bedienelemente der Intelli-Controls-Familie vor. Die wasser- und staubresistenten Bedien­einheiten der Intelli-Controls-Familie lassen sich laut Hersteller in die Fahrzeugsysteme von Land- und Baumaschinen aller Art integrieren. Alle vier Varianten basieren auf einer modularen Technologieplattform und sind hochgradig konfi­gurierbar hinsichtlich des Bedienkonzepts und der gewünschten Funktionalitäten. Die Bedieneinheiten haben je nach Ausführung vier bis sechs Tasten, die sich ebenso wie der damit kombinierbare Dreh-/Drückschalter an Bedarf, Anforderungen und Cockpit-Design anpassen lassen sollen.

Intelligente Achse

Die BPW-Zusatzlenkung mit aktiver Rückwärtssteuerung ist ein elektrohydraulisches Lenksystem, das die Nachlauflenkachse bei Rückwärtsfahrt in einem Geschwindigkeitsbereich unter 10 km/h automatisch lenkt. In Verbindung mit der Agrar-Lenkachse macht das BPW-System sperrige Gestänge zur Zwangslenkung unter dem Fahrzeug überflüssig: Ein Sensor erkennt die Rückwärtsfahrt, ein robustes Hydrauliksystem an der Lenkachse sorgt für die Drehbewegung. Es kann vom Fahrzeughersteller bequem als vorgefertigtes Modul eingebaut, konfiguriert und vom Traktor gesteuert werden. Außerdem verkürzt das System laut BPW die Beladungszeit und verlängert die Lebensdauer der Reifen.

Kamera-Baukasten

Die Motec GmbH stellt auf der Agritechnica ein modulares System aus digitalen Kameras und flexibel konfigurierbaren Videosteuereinheiten vor, das sich individuell an die Anforderungen der jeweiligen Smart Farming Applikation anpassen lassen soll. Das Angebot umfasst digitale Full HD-­Kameras, die als reine Videosensoren agieren, sowie smarte Kameras mit inte­grierter Intelligenz, die beispielsweise auch als eigenständiges System zur assistierten Objektverfolgung verwendet werden können.
Videocontroller zur Berechnung komplexer Assistenz- und Sicherheitsfunktionen runden den Systembaukasten laut Motec ab. Sie sind einerseits als singuläre Steuerungseinheiten, aber auch mit integriertem Display verfügbar, was die Komplexität in der Automatisierungsarchitektur reduzieren soll. Sämtliche Komponenten lassen sich individuell miteinander kombinieren und konfigurieren. Von der reinen Anzeige eines für den Maschinenführer nicht einsehbaren Bereichs bis hin zu hochautomatisierten Funktionen wie Personen- und Objekterkennung ist mit dem modularen Motec-System nach Herstellerangaben jede kamerabasierte Überwachungsapp­likation realisierbar. Der OEM kann sowohl die von Motec bereitgestellte Software als auch seine eigenen Software-Applika­tionen nutzen. Alle Hardwarekomponenten sind für den robusten Heavy-Duty-Einsatz in der Landwirtschaft optimiert.

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